Eisschnelllauf EM
Pechsteins EM-Traum geplatzt

Für Claudia Pechstein hat sich die Hoffnung auf die Teilnahme an der Mehrkampf-EM in Luft aufgelöst. Pechstein war mit einem Eilantrag beim Schweizer Bundesgericht gescheitert.

Die wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrte Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist vor dem Schweizer Bundesgericht mit einem Eilantrag gescheitert und kann deshalb auf keinen Fall an der Mehrkampf-Europameisterschaft vom 8. bis 10. Januar im norwegischen Hamar starten.

Die Berlinerin wollte mit dem Antrag eine Verkürzung der Frist für die bis zum 18. Januar anberaumte Stellungnahme des Internationalen Sportgerichtshofes CAS und des Eisschnelllauf-Weltverbandes ISU erreichen. Dies lehnten die Schweizer Richter am Mittwoch jedoch ab.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein hatte vor dem Schweizer Bundesgericht zuvor einen Eilantrag auf Aussetzung ihrer Sperre bis zum Hauptverfahren gestellt. Dabei war dem CAS und der ISU bis zum 18. Januar Zeit gegeben worden, sich zu äußern.

Pechsteins Start bei der EM geplatzt

Durch die späte Frist war Pechstein ein Start in Hamar jedoch nicht möglich. Dies wollte die 37-Jährige mit einem neuerlichen Eilantrag doch noch erreichen. Doch sie scheiterte wohl deshalb, weil die EM keine offizielle Qualifikation für Olympia in Vancouver ist, daher für die Richter keine Dringlichkeit vorlag.

Bei der EM hätte sich Pechstein, Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin, jedoch sportlich für eine laut ihrem Manager Ralf Grengel "immer noch theoretische Olympia-Teilnahme" empfehlen und sich gleichzeitig Wettkampfhärte besorgen können.

Pechstein hatte am 11. Dezember in Salt Lake City die sportliche Qualifikation für Olympia 2010 verpasst, als sie über 3 000 Meter nur 13. geworden war. In der Olympiastadt von 2002 hatte sie nur deshalb starten können, weil das Schweizer Bundesgericht einem entsprechenden Eilantrag der Berlinerin stattgegeben hatte.

Pechstein war anhand ihrer Blutwerte, aber ohne einen Doping-Befund von der ISU für zwei Jahre gesperrt worden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte das Urteil bestätigt.

© SID

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