Eisschnelllauf International
Eisschnellläufer von Bank-Pleite betroffen

Die Insolvenz der niederländischen DSB-Bank hat direkte Auswirkungen auf das firmenzugehörige Eisschnelllaufteam. Ebenso betroffen davon sind mehrere Eisschnelllaufverbände.

Schneller als erwartet hat die Insolvenz der niederländischen DSB-Bank das firmeneigene Eisschnelllaufteam erreicht. Die Sportler um die dreimalige Olympiasiegerin Marianne Timmer müssen das Trainingslager in Erfurt aus der eigenen Tasche bezahlen.

"Unsere Firmen-Kreditkarten und-Tankpässe sind gesperrt. Wir haben Geld eingesammelt, um die Eismiete zu bezahlen und um die Rückreise mit dem Auto zu finanzieren", sagte DSB-Chefcoach Jac Orie im niederländischen Radio.

Bis Mittwoch bereiteten sich die DSB-Eisschnellläufer in der thüringischen Metropole auf die neue Saison vor. Im Gegensatz zu den Fußballprofis von AZ Alkmaar, die einer DSB-Tochtergesellschaft angehören, werden die Kufenflitzer wie die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Bankangestellten geführt.

Konsequenzen für den internationalen Eisschnelllauf

Die DSB-Insolvenz hat internationale Auswirkungen. Dirk Scheringas Bank ist auch Hauptsponsor der Eisschnelllauf-Verbände der USA und Russlands.

Auch der niederländische Eissportverband Knsb bekommt die Krise zu spüren. Nach 25 Jahren zieht sich der Versicherungskonzern Aegon als Hauptsponsor zurück. Die Wirtschaftskrise zwinge den Konzern zu dieser Entscheidung, hieß es in einer Presseerklärung. Aegeon unterstützte den Verband und die Eisschnellläufer jährlich mit sieben Mill. Euro.

Die Knsb gerät durch den Rückzug des Sponsors aber nicht in finanzielle Nöte. Die größte Telekomgesellschaft des Landes, KPN, hat sich bereits als neuer Hauptsponsor bis 2014 verpflichtet.

© SID

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