Eisschnelllauf International
Heinze erwägt Verzicht auf Klage gegen Visser

Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg), erwägt einen Verzicht auf eine mögliche Klage gegen die niederländische TV-Journalistin Ria Visser.

Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg), erwägt einen Verzicht auf eine mögliche Klage gegen die niederländische TV-Journalistin Ria Visser. "Wenn sie die Chance nutzt und sich öffentlich entschuldigt, kann es sein, dass wir die Sache auf sich beruhen lassen. Ansonsten werden wir sie weiterverfolgen", sagte Heinze dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Die ehemalige Eisschnellläuferin Visser soll am vergangenen Wochenende im Rahmen des Weltcup-Finales in Salt Lake City in einer Live-Sendung des niederländischen Senders NOS gesagt haben, sie habe aus verschiedenen Quellen von Gerüchten erfahren, die auf einen möglichen Dopingfall im deutschen Team hindeuten. Daraufhin hatte der Verband einen Anwalt eingeschaltet.

Derweil griff Anni Friesinger, die von den Gerüchten nicht betroffen ist, nach ihrem Sieg über 1500m am Freitag Visser scharf an: "Ins TV gehören Fakten, und das sind keine Fakten, sondern Rufschädigung und üble Nachrede. Das sollte Konsequenzen haben."

Heinze sagte, dass die Desg vom Weltverband ISU beziehungsweise der nationalen oder internationalen Antidoping-Agentur keine Meldung über einen positiven Dopingfall erhalten habe. Desg-Teamchef Helge Jasch erklärte am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz in Richmond, wo derzeit die Einzelstrecken-WM stattfindet: "Uns wurde von der ISU gesagt, dass nichts vorliegt." Jane Moran, die Vorsitzende der Medizinischen Kommission der ISU, wollte diese Darstellung öffentlich allerdings nicht bestätigen und verweigerte jegliche Stellungnahme.

© SID

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