Eisschnelllauf International
Pechstein nicht die Einzige mit auffälligen Werten

Der Eislauf-Weltverband ISU soll beim Prozess gegen Claudia Pechstein eingestanden haben, dass zwölf weitere Läuferinnen und Läufer mit überhöhten Blutwerten getestet worden sind.

Der Eislauf-Weltverband ISU hat im Dopingprozess der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein vor dem Internationalen Sportgericht CAS in Lausanne angeblich eingeräumt, dass neben Pechstein zwölf weitere Läuferinnen und Läufer mit überhöhten Blutwerten aufgefallen sind.

Nach Angaben der Pechstein-Seite hat der ISU-Mediziner Harm Kuipers am Donnerstag während des ersten Prozesstages erklärt, dass diese Athleten ebenso wie Pechstein Retikulozytenwerte von über 3,0 Prozent aufgewiesen hätten. Der ISU-Grenzwert liegt bei 2,4 Prozent. Die ISU war zu einer Stellungnahme nicht bereit. "Der Fakt, dass die Werte überhöht waren, war für die ISU offenbar weniger entscheidend als das Muster von Claudias Blutwerten", sagte Pechsteins Anwalt Christian Krähe.

Claudia Pechstein ist weltweit die einzige Sportlerin, die aufgrund des indirekten Dopingnachweises gesperrt wurde. Sollte die Zweijahressperre der ISU durch den CAS bestätigt werden, könnten damit im Eisschnelllauf weiteren Athleten Strafen drohen. Die ISU führt seit dem Jahr 2000 den sogenannten Blutpass, in dem die Blutwerte der Athleten gesammelt, gespeichert und verglichen werden. Pechsteins Werte lagen seitdem 14-mal über der zulässigen Grenze (Höchstwert 3,75), in Lausanne wird aber nur noch über die letzten vier auffälligen Proben verhandelt.

© SID

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