Eisschnelllauf National
Beckert und Wolf geben Gas in Erfurt

Zum Saisonauftakt in Erfurt haben sowohl Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Stephanie Beckert, als auch Sprint-Weltrekordlerin Jenny Wolf in ihren jeweiligen Disziplinen überzeugt.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Stephanie Beckert und Sprint-Weltrekordlerin Jenny Wolf haben zum Saisonauftakt in Erfurt ihre nationale Ausnahmestellung unterstrichen. Die 22 Jahre alte Lokalmatadorin Beckert entschied vor nur etwa 250 Zuschauern in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle das 3 000-m-Rennen in mäßigen 4:11,53 Minuten für sich. Sie verwies bei ihrem insgesamt fünften Titelgewinn Jennifer Bay (Dresden/4:14,93) und Isabell Ost (Berlin/4:16,84) auf die Plätze zwei und drei. Beckert, dreifache Medaillengewinnerin der Winterspiele in Vancouver, war einen Tag vor Beginn der Titelkämpfe als Deutschlands "Eisschnellläuferin des Jahres" geehrt worden.

"Das war mein erster 3 000-m-Titel bei den Senioren. Es war zwar nur ein Vorbereitungslauf auf den Weltcup, aber trotzdem wäre ich gerne unter 4:10 Minuten gelaufen", sagte Beckert. Wolf war nur mit ihrem zweiten Lauf, der Weltjahresbestleistung bedeutete, zufrieden. "Ich freue mich, dass es eine so ordentliche Zeit geworden ist.

Zwölfter nationaler Titel für Wolf

Über 500m gewann die Berlinerin nach zwei Rennen (38,27 und 37,94) und blieb im zweiten Lauf nur knapp vier Zehntelsekunden über ihrem Bahnrekord. Damit gewann sie ihren zwölften nationalen Titel. Monique Angermüller, in 39,05 Sekunden zweite des ersten Laufs, verzichtete wegen einer Leistenblessur auf den zweiten Start. Zweite hinter Wolf wurde die Erfurterin Judith Hesse (39,27 und 39,45). Bei den Männern setzte sich Nico Ihle (Chemnitz/36,00 und 35,64) vor Samuel Schwarz (Berlin) und seinem Bruder Denny durch. Über die 5000m verlor Beckerts Bruder Patrick (6:31,67) das Duell mit dem Münchner Marco Weber (6:31,01) knapp.

Die fast leeren Tribünen verliehen den deutschen Meisterschaften den Rahmen, den sie verdienten. Zum Auftakt der ersten Saison nach dem Rücktritt der Team-Olympiasiegerinnen Anni Friesinger-Postma und Daniela Anschütz-Thoms wurde das Nachwuchsproblem der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) offensichtlicher denn je. In der 3 000-m-Konkurrenz der Frauen gingen gerade einmal sieben Läuferinnen an den Start, darunter auch Stephanie Beckerts erst 16 Jahre alte Schwester Jessica.

Die erste ernsthafte Standortbestimmung erfolgt am kommenden Wochenende in Heerenveen, wo die Weltcup-Serie beginnt. Eine Woche später macht sie in Berlin zum einzigen Mal in dieser Saison Station in Deutschland.

© SID

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