Eisschnelllauf National
Desg will mit "Top-Team Vancouver" zum Erfolg

Die deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) hat auf die relativ schwachen Ergebnisse von Turin mit umfassenden Reformen reagiert. Mit dem Projekt "Top-Team Vancouver" soll an vergangene Erfolge angeknüpft werden.

Die deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft (Desg) hat aus den relativ schwachen Ergebnisse bei den Olympischen Spielen in Turin die Konsequenzen gezogen. Auf einer Klausurtagung in München wurden umfassende Reformen beschlossen. Unter dem Oberbegriff "Top-Team Vancouver" will die Desg unter anderem die Anzahl der Bundestrainer (derzeit zwölf) reduzieren, das Stützpunktsystem und dadurch die Konkurrenzsituation stärken sowie noch mehr auf Wissenschaft und Forschung setzen.

Nachwuchsarbeit in der Kritik

"Prinzipiell ist die Situation im männlichen Bereich Eisschnelllauf sowohl bei den Herren als auch im Nachwuchsbereich unbefriedigend. Auch im weiblichen Bereich gibt es bei den jüngeren Damen und im Nachwuchs teilweise deutliche Defizite gegenüber der internationalen Spitze dieser Altersklassen", hieß es in einer Desg-Pressemitteilung.

Das Ziel sei nach wie vor die Weltspitze sowie eine Spitzenstellung des Verbandes bei den Winterspielen 2010 in Vancouver und darüber hinaus, sagte Präsident Gerd Heinze: "Das können wir auf lange Sicht nur mit einer neuen, effektiveren Struktur erreichen, was sowohl den Spitzen- als auch den Anschluss- und Nachwuchsbereich betrifft." In Turin hatte die Desg jeweils eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille gewonnen und war damit klar hinter dem Ergebnis von Salt Lake City 2002 (3/3/2) geblieben.

Bundestrainer müssen sich neu bewerben

Die Reform betrifft vor allem die Bundestrainer, deren Verträge jeweils am 30. Juni auslaufen. Markus Eicher, Joachim Franke und Co. müssen sich bis zum 18. April neu um die Stellen bewerben, die in den nächsten Tagen von der Desg ausgeschrieben werden.

Auch die gemeinsame sportliche Zukunft von Olympiasiegerin Claudia Pechstein und ihrem Trainer Franke ist weiter offen. "Ich werde vor allem mit Claudia nochmal in Ruhe sprechen und mich danach entscheiden", meinte der 65-jährige Franke. Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein hatte stets betont, dass sie sich eine Zusammenarbeit mit einem anderen Trainer als Franke nicht mehr vorstellen könne. Beide arbeiten seit mehr als 15 Jahren zusammen.

© SID

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