Eisschnelllauf National
Dosb bemängelt Desg-Verhalten nicht

Der Dosb hat an einer finanziellen Beteiligung der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft im Fall Claudia Pechstein nichts auszusetzen. Das erklärte Dosb-Justiziar Hermann Latz.

Der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) hat keine Bedenken wegen der finanziellen Beteiligung der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) im Fall Claudia Pechstein. "Daran ist nach jetzigem Kenntnisstand nichts auszusetzen. Das Präsidium hat einen bestimmten Haushalt zur Verfügung, der auch für solche Zwecke genutzt werden kann, zumal sich der Verband selbst verteidigen musste", sagte Dosb-Justiziar Hermann Latz dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Desg-Präsident Gerd Heinze hatte am Sonntag im Deutschlandfunk bestätigt, dass sein Verband rund 100 000 Euro für das Verfahren seiner wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrten Läuferin Pechstein beigesteuert habe. Das Geld sei im Wesentlichen für die Verfahrenskosten von Pechstein eingesetzt worden.

Keine Sorge um Aufgabe der neutralen Haltung

Sorge, dass der Verband durch die Beteiligung womöglich seine neutrale Haltung aufgegeben habe, äußerte Heinze nicht. Stattdessen wies er darauf hin, dass die Desg in dem Fall zunächst mit auf der Anklagebank gesessen habe, angegriffen worden sei und ihre Rechte im Interesse des Anti-Dopingkampfes und im Interesse der Aktiven habe einbringen müssen. Kompetente Sportrechtler seien eben nicht zum Nulltarif zu haben.

Wie Heinze eklärte, habe es sich bei den 100 000 Euro nicht um Fördergelder des Bundesinnenministeriums (BMI) gehandelt. Das Geld sei aus einem anderen Topf geflossen. In der vergangenen Woche war bereits bekannt geworden, dass der Steuerzahler an den Verfahrenskosten beteiligt war. Die Studie eines Gutachters, Professor Christof Dame von der Berliner Charite, wurde von der Bundespolizei als Pechsteins Arbeitgeber finanziert. Pechstein will die Kosten im Falle eines Freispruchs erstatten.

Das Verfahren wird mittlerweile vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne verhandelt. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.

© SID

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