Eisschnelllauf National
Eisschnelllauf-Bahn in Inzell bekommt ein Dach

Die Eisschnelllauf-Bahn in Inzell darf ein Dach bauen. Damit ist gesichert, dass die Einzelstrecken-WM 2011 im Chiemgau stattfinden wird, der Umbau kostet 36 Mill. Euro.

Inzell hat endgültig grünes Licht für die Überdachung seiner Eisschnelllauf-Bahn erhalten. Das gab die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) am Mittwoch bekannt. Damit ist gesichert, dass die Einzelstrecken-WM 2011 in der Marktgemeinde im Chiemgau stattfinden wird. 2005 waren in Inzell letztmals unter freiem Himmel Einzelstrecken-Titelkämpfe ausgetragen worden.

"Bürgermeister Martin Hobmaier hat mich davon informiert, dass die politische Entscheidung gefallen ist. Wir können loslegen", sagte Desg-Präsident Gerd Heinze: "Die Entscheidung ist ein Gewinn und bringt neue Perspektiven für den deutschen und internationalen Eisschnelllaufsport."

Der Umbau, der vom Innenministerium, der bayerischen Landesregierung, dem Landkreis und der Gemeinde Inzell finanziert wird, soll 36 Mill. Euro kosten und die Kapazität auf über 6 000 Zuschauer erhöhen. "Inzell erhält jetzt die Möglichkeit, die schnellste Bahn in Europa zu bekommen. Ein Grund mehr, mich auf die Weltmeisterschaft 2011 zu freuen", sagte Olympiasiegerin Anni Friesinger, die in Inzell aufgewachsen ist und auf der Freiluftbahn das Eisschnelllaufen erlernt hatte.

Dritter Hallenstandort in Deutschland

Inzell wird damit nach Erfurt und Berlin der dritte Eisschnelllauf-Hallenstandort in Deutschland. Dank der Höhenlage (700m) könnte die Halle künftig nach denen in Salt Lake City und Calgary zu den schnellsten der Welt gehören.

"Obwohl sich die Bauphase verzögert hat, wird einer ordnungsgemäßen Durchführung der Einzelstrecken-WM 2011 nichts im Wege stehen. Und nun können wir auch die Bewerbung Münchens für die Olympischen Spiele 2018 unterstützen", sagte Heinze. Sollte München den Zuschlag für die Spiele in neun Jahren erhalten, soll allerdings den letzten Planungen zufolge eine weitere Eisschnelllaufhalle in der Landeshauptstadt gebaut werden. Inzell stünde dann als Trainingsstandort zur Verfügung.

© SID

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