Eisschnelllauf National
ISU-Mediziner lässt Pechstein-Manager auflaufen

ISU-Arzt Harm Kuipers hat die Interpretation von Pechstein-Manager Ralf Grengel, der Dopingtest sei ein Indiz für eine baldige Starterlaubnis Pechsteins, scharf zurückgewiesen.

Der angebliche Dopingtest von Claudia Pechstein am vergangenen Montag sorgt einen Tag vor Beginn der Verhandlung vor dem Internationalen Sportgericht CAS weiter für Unruhe. Harm Kuipers, im Dopingfall Pechstein zuständiger Mediziner des Weltverbandes ISU, wies die Interpretation von Pechsteins Manager Ralf Grengel scharf zurück. Grengel hatte mit Blick auf den Test gesagt: "Scheinbar hält es die ISU selbst für möglich, dass Claudia schon bald wieder starten darf. Warum sollte der Verband sonst einen Test veranlassen?"

Kuipers bezeichnete die Aussage Grengels im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) als "unglaubliche, lächerliche Argumentation". Die ISU habe die Dopingkontrollen vor einiger Zeit der schwedischen Agentur Idmt übertragen. "Diese arbeitet vollkommen selbstständig. Sie kontrolliert weltweit alle Sportler, die im Testpool der ISU stehen, und zwar unabhängig", sagte Kuipers.

Liste der Testpersonen von der Wada zusammengestellt

Es könne sein, dass Pechstein am Montag kontrolliert worden sei, "ich weiß es jedoch nicht, niemand in der ISU weiß es". Die Liste möglicher Testpersonen, auf der auch Pechstein steht, sei nach den Regeln der Welt-Antidoping-Agentur Wada zusammengestellt worden, sagte der ehemalige Weltklasse-Eisschnellläufer Kuipers. Idtm steht für International Doping Tests & Management mit Sitz in Lidingö in Schweden und ist von der Wada anerkannt.

Zu den von der Pechstein-Seite angeführten Verfahrensfehlern, die der ISU bei der Handhabung der Dopingproben der fünfmaligen Olympiasiegerin unterlaufen sein sollen, wollte sich Kuipers nicht direkt äußern. "Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt. Ich bin zuversichtlich", sagte der 62 Jahre alte Allround-Weltmeister von 1975 mit Blick auf die Verhandlung in Lausanne, die für Donnerstag und Freitag angesetzt ist. Ein Urteil wird spätestens in der kommenden Woche erwartet.

© SID

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