Eisschnelllauf National
Laut Biografie: Pechstein plante ihren Selbstmord

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat in ihrer Autobiografie "Von Gold und Blut - Mein Leben zwischen Olymp und Hölle" gestanden, ihren Selbstmord geplant zu haben.

Claudia Pechstein plante nach eigenen Angaben im Verlauf ihres Dopingfalls ihren Selbstmord. Das behauptet die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin in ihrer Autobiografie "Von Gold und Blut - Mein Leben zwischen Olymp und Hölle", die sie am Montag in Berlin vorstellt und die dem Sport-Informations-Dienst (SID) bereits vorliegt. Pechstein hatte demnach in der Zeit nach der Zustellung der Anklageschrift durch den Eislauf-Weltverband ISU (5. März 2009) konkret erwogen, sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Marcus Bucklitsch, von dem sie sich mittlerweile getrennt hat, das Leben zu nehmen.

Als Grund für ihre Selbstmordpläne nannte Pechstein Verzweiflung und Existenzangst, nachdem ihr die ISU in der ersten Anklageschrift organisiertes Blutdoping über ein knappes Jahrzehnt vorgeworfen hatte. "Dieser Gedanke lässt mich nicht mehr los. Sponsoren weg, Job weg, Haus weg. Alles weg. Von einem Moment auf den anderen überkommt mich die nackte Existenzangst", schreibt Pechstein, die sich angeblich von einer Autobahnbrücke stürzen wollte.

© SID

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