Eisschnelllauf National
Luding-Rothenburger feiert runden Geburtstag groß

Christa Luding-Rothenburger feiert heute ihren 50. Geburtstag. Die ehemalige Eisschnellläuferin und Radfahrerin holte als erste Frau Medaillen bei Sommer- und Winterspielen.

1 988 stellte Christa Luding-Rothenburger einen olympischen Rekord für die Ewigkeit auf. Als erste Frau gewann die damals 28-Jährige Medaillen bei Sommer- und Winterspielen: Erst in Calgary Gold im 1 000-m-Eisschnelllauf, dann in Seoul Silber im Radsprint. "Damit bin ich einmalig in der Sportgeschichte, denn Medaillen im gleichen Jahr im Sommer und Winter, das geht nicht mehr, seitdem die Spiele getrennt sind", sagt die Dresdnerin, die heute 50 Jahre alt wird.

Teilnahme an fünf Olympischen Spielen

Dabei glänzen die Augen von Christa Luding-Rothenburger, die zwischen den beiden für sie so erfolgreichen Spielen am 16. April 1988 ihren Trainer geheiratet hatte. Mit Ernst Luding betreibt die gelernte Wirtschaftskauffrau und heutige Prokuristin, die inklusive Albertville 1992 an insgesamt fünf Olympischen Spielen teilnahm, in Dresden ein erfolgreiches Fuhrunternehmen mit 13 Angestellten und 15 Autos.

Sportlich begonnen hatte alles damit, dass Klein-Christa einst in Weißwasser von einer Zukunft als Eisprinzessin träumte. Ihr Vater brachte sie mehrmals in der Woche zum Eisstadion. Männer wie Fred Kraus, heute Nachwuchstrainer bei den Berliner Eisbären, erkannten mehr Talent für das Eisschnelllaufen. So landete sie mit 15 Jahren beim SC Einheit Dresden, wo sich Trainer Ernst Luding ihrer annahm. Schon bald wurde sie DDR-Meisterin im Eissprint und im Zeitfahren auf der Radpiste.

Irgendwie aber hielten Christas Nerven dem Druck nicht immer stand. Bei Weltmeisterschaften oder bei Olympia, wo sie 1980 in Lake Placid als klare Favoritin startete, brach sie ein. Der zwölfte Rang über 500m war für sie eine große Enttäuschung.

1984 platzte der Knoten

Der Knoten platzte erst nach psychologischer Behandlung 1984. Im gleichen Jahr gab es 500-m-Olympiagold auf dem Eis in Sarajevo. 1986 wurde sie Eissprint-Weltmeisterin, 1987 gewann sie WM-Gold im Radsprint. Höhepunkt waren dann 1988 die beiden Olympiamedaillen im Sommer und Winter. Besonders stolz ist sie aber auch darauf, dass es ihr 1992 als junger Mutter noch einmal glückte, mit 32 Jahren 500-m-Bronze in Albertville zu gewinnen.

Für Ehemann Ernst Luding war es nach der Wende mit dem Trainerjob vorbei. "Wir orientierten uns sofort neu. Ernst begann mit einem LKW als Zeitungsfahrer. Nach und nach erweiterte er unseren Fuhrpark. Zum Glück hatte ich als Leistungssportlerin eine Berufsausbildung zur Wirtschaftskauffrau abgeschlossen", sagt Christa Luding, die ihren runden Geburtstag groß feiern will.

Radfahren und Nordic Walking in der Dresdner Heide

Die Mutter von Max (20) und Paul (15), die sich mit Radfahren und Nordic Walking in der Dresdner Heide fit hält, hat neben Verwandten und Bekannten auch einige Athleten aus alten Zeiten eingeladen, darunter Radsprinter Lutz Heßlich, ebenfalls zweimal Olympiasieger, und ihre einstige Mannschaftskameradin Karin Enke, die auf dem Eis sogar dreimal bei Winterspielen gewann.

© SID

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