Eisschnelllauf Verband
Dosb reagiert gelassen auf Pechstein-Biografie

Der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) hat die Veröffentlichung der Autobiografie von Claudia Pechstein gelassen zur Kenntnis genommen und sein Vorgehen verteidigt.

Der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) hat am Montag gelassen auf die Veröffentlichung der Autobiografie von Claudia Pechstein reagiert und die Handlungsweise im Dopingfall der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin verteidigt. "Der Dosb hat mit Claudia Pechstein seit März 2009 verschiedene Gespräche geführt. Darin ist - wie auch in den öffentlichen Stellungnahmen - immer wieder deutlich gemacht worden, dass der Dosb eine Null-Toleranz-Politik gegen Doping verfolgt und an die Entscheidungen von CAS und Schweizer Bundesgericht gebunden ist", sagte Dosb-Sprecher Christian Klaue.

Gleichzeitig habe man stets betont, dass es "das gute Recht von Frau Pechstein ist, alle Rechtsmittel auszuschöpfen". Der Dosb wies darauf hin, dass Pechstein auf ihrem juristischen Weg "während der Olympischen Spiele in Vancouver auch erfolglos gegen den Dosb vorgegangen" sei. "Trotzdem haben wir unsere Gesprächsangebote an sie aufrecht erhalten und bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder mit ihr gesprochen. Bei allem Verständnis für die schwierige menschliche Situation, in der sich Claudia Pechstein befindet, ist der Dosb nie von seiner klaren Linie abgewichen", sagte Klaue.

Er hob hervor, dass nach Ablauf von Pechsteins Sperre am 8. Februar 2011 für die Berlinerin "im Rahmen der allgemeinen Regeln von IOC und ISU die gleichen Rechte und Pflichten wie für andere Athleten auch" gelten würden.

Pechstein kritisiert Dosb-Präsident Bach in ihrer Biografie harsch und wirft dem Vizepräsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vor allem vor, sich nicht genügend für sie eingesetzt zu haben. Der Eislauf-Weltverband ISU hatte Pechstein nur anhand des indirekten Dopingnachweises wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrt. Sie will nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ziehen.

© SID

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