Eisschnelllauf Weltcup
10 000-m-Rennen in Moskau ohne deutsche Teilnehmer

Der Eislauf-Weltverband ISU hat den Einspruch der Desg wegen irregulärer Bedingungen in Heerenveen abgelehnt. Somit werden Marco Weber und Tobias Schneider nicht in Moskau starten.

Das 10 000-m-Rennen beim Eisschnelllauf-Weltcup in Moskau am kommenden Sonntag findet ohne deutsche Beteiligung statt. Die Technische Kommission des Eislauf-Weltverbandes ISU lehnte einen Protest der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) ab, mit dem ein Start von Marco Weber (Chemnitz) und Tobias Schneider (Berlin) erwirkt werden sollte.

Die beiden deutschen Läufer hatten nach Ansicht der Desg beim Weltcup in Heerenveen am vergangenen Wochenende wegen der schlechten Eisqualität auf der Bahn in den Niederlanden im 5 000-m-Rennen keinen Platz unter den besten Zwölf erreicht, der das Startrecht für Moskau bedeutet hätte. Weber war 13., Schneider 16. geworden. Beide waren lange nach der letzten Eispflege und damit auf einer relativ stumpfen Bahn gestartet. Die Desg hatte daher vorgeschlagen, in Moskau die besten 16 Läufer starten zu lassen.

Kein ausreichender Grund für neue Regeln

"Dass die Bedingungen nicht regulär waren, haben alle erkannt. Trotzdem wollte die ISU keinen Präzedenzfall schaffen. Sie haben uns gesagt, dass wegen schlechter Eisqualität die Regeln nicht geändert werden können", sagte Desg-Teamleiter Helge Jasch. Durch das Fehlen der beiden besten deutschen Langstreckler gehen der Desg wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation für das 10 000-m-Rennen bei der Einzelstrecken-WM 2009 in der neuen Olympiahalle in Richmond bei Vancouver verloren.

Immerhin kamen wegen zahlreicher Absagen anderer Läufer die deutschen Männer in Moskau zu drei unerwarteten Plätzen im 1 500-m-Rennen am Samstag. Schneider sowie die Erfurter Jörg Dallmann und Robert Lehmann rückten in die erste Startgruppe nach.

© SID

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