Eisschnelllauf Weltcup: Anschütz-Thoms und Pechstein verzichten auf Erfurt

Eisschnelllauf Weltcup
Anschütz-Thoms und Pechstein verzichten auf Erfurt

Beim Weltcup in Erfurt werden Anni Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms nicht als Team an den Start gehen. Pechstein und Anschütz-Thoms schonen sich für die WM.

Das "Dream Team" ist geplatzt: Beim Weltcup der Eisschnellläufer am Wochenende in Erfurt kommt es im Team-Wettbewerb nicht zum erhofften Start des Top-Trios Anni Friesinger (Inzell), Claudia Pechstein (Berlin) und Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt). Pechstein und Anschütz-Thoms wollen sich wegen der Mehrkampf-WM eine Woche später im norwegischen Hamar schonen.

"Im Hinblick auf die WM muss man Prioritäten setzen. Ich wäre sehr gerne mal wieder mit Anni gelaufen, aber Hamar ist wichtig", sagte Anschütz-Thoms, die sich in ihrer Heimatstadt auf die Einzelstrecken über 1500m und 3000m konzentrieren will. Auch Claudia Pechstein sagte am Donnerstag ihre Teilnahme am Teamlauf ab: "Ich habe wegen einer fiebrigen Infektion eine Woche nicht trainiert und muss mich vor der WM in Hamar schonen", sagte die 36-Jährige, die auch über 1 500 und 3000m an den Start gehen wird.

Friesinger hatte vor dem ersten Start in Erfurt am Freitag (14.30 Uhr) gesagt, dass sie nur am Mannschafts-Wettbewerb teilnehmen werde, falls auch Pechstein und Anschütz-Thoms laufen. Das hat sich nun erledigt. "Wir müssen dafür Verständnis haben, dass sich die Läuferinnen eine Woche vor der WM nicht vollkommen verausgaben wollen", sagte Teamleiter Helge Jasch, der auch der zweiten Garde eine gute Platzierung zutraut.

Friesinger kann sich auf Einzelstrecken konzentrieren

Die 32 Jahre alte Friesinger kann sich nun ganz auf die Einzelstrecken über 1500m und 1000m konzentrieren. Nach ihrem verspäteten Saisoneinstieg wegen einer Knieverletzung hat sie am vergangenen Wochenende mit Platz zwei beim Weltcup im russischen Kolomna aufhorchen lassen. "Ich will mich mit guten Leistungen in den restlichen Weltcups nach vorne arbeiten, um am Saisonende bei der WM in Vancouver gute Startplätze zu bekommen", sagte Friesinger.

Wesentlich ernster nehmen die deutschen Männer den Teamlauf. Nach dem Sturz in Heerenveen darf sich die Mannschaft von Bundestrainer Bart Schouten keinen weiteren Ausrutscher leisten, sonst platzt die WM-Teilnahme. Eine bittere Aussicht, haben die Männer bei der WM doch nur mit der Mannschaft Medaillenchancen. "Mit einer soliden Leistung sollte uns die Qualifikation doch noch gelingen", sagte Teamleiter Helge Jasch.

© SID

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