Eisschnelllauf Weltcup
Beckert holt fünften Weltcup-Sieg

Stephanie Beckert hat beim Eisschnelllauf-Weltcup im norwegischen Hamar ihren fünften Weltcup-Sieg holen können. Die Erfurterin gewann das 5 000-m-Rennen in 6:59,18 Minuten.

Nach dem Blick auf die Anzeigetafel riss sie begeistert die Arme in die Höhe und winkte erschöpft ins Publikum: Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert ist in Hamar mit einem Lauf der Extraklasse zu ihrem fünften Weltcup-Sieg gestürmt - dem ersten über ihre "Sahnestrecke" 5 000 Meter. Die Erfurterin setzte sich in 6:59,18 Minuten klar vor Olympiasiegerin Martina Sablikova (7:03,95) durch und nahm damit neun Monate nach Vancouver Revanche für die Niederlagen gegen die Tschechin über beide Langstrecken bei den Winterspielen.

"Ich war von Anfang an locker und hatte einen guten Rhythmus, das konnte ich auf den letzten Runden ausnutzen. Ich freue mich wahnsinnig, dass es nun auch mal über 5 000 Meter geklappt hat", sagte Beckert. Den Sieg über Sablikova, die wegen Magenbeschwerden verhalten in die Saison gestartet war, wollte sie allerdings nicht überbewerten: "Natürlich ist es auch schön, dass ich Martina bezwungen habe, aber das kann nächstes Mal auch wieder anders aussehen."

Beckert baut Führung im Weltcup aus

Mit 270 Punkten baute Beckert, die bei Olympia in Vancouver über 3 000 und 5000m hinter Sablikova Silber gewonnen hatte, ihre Führung im Langstrecken-Weltcup vor Jilleanne Rookard (200 Punkte) und Sablikova (160) aus. Die US-Amerikanerin Rookard, die in der Vorwoche die 3000m in Berlin vor Sablikova und Beckert gewonnen hatte, wurde in Hamar nur Vierte. Das Dresdner Talent Jennifer Bay verfehlte trotz perönlicher Bestleistung den erhofften Sprung unter die besten zehn Läuferinnen und erreichte in 7:21,93 Minuten nur den elften und vorletzten Platz.

Beckerts Trainer Stephan Gneupel sah trotz des Klasselaufs seines Schützlings noch Verbesserungspotenzial. "Es war wichtig, dass sie mal wieder unter sieben Minuten gelaufen ist, auch für den Kopf. Aber sie ist noch zu vorsichtig angegangen, da geht noch mehr", sagte Gneupel. Der deutliche Vorsprung auf Sablikova, die im vergangenen Jahr in Hamar in 6:50,07 Minuten noch klar gewonnen hatte, überraschte den Coach: "Bei Sablikova ist wohl doch einiges schief gelaufen in letzter Zeit. Mit so einem Vorsprung hätte ich nicht gerechnet."

Auch Kälte kann Beckert nicht stoppen

Beckert hatte im "Wikingerschiff" die Runden konstant schnell hinuntergespult und dann zu ihrem gefürchteten Schlussspurt angesetzt. Sie benötigte nur 32,7 Sekunden für die letzten 400 Metern und war allein auf dieser Distanz 1,8 Sekunden schneller als Sablikova. Auch die schwierigen Bedingungen - Außentemperaturen von minus 15 Grad sorgten auch in der Halle für stumpfes Eis - konnten Beckert nicht stoppen.

Am Sonntag kann die 22-Jährige den Doppelsieg perfekt machen. Im Team mit Jennifer Bay und Isabell Ost hofft sie auf einen Überraschungserfolg, wie er in der Vorwoche in Berlin gelungen war. Das Männerteam kam am Samstag mit Stephanies Bruder Patrick Beckert, Marco Weber und Tobias Schneider nach einer schwachen Leistung in 3:56,56 Minuten beim Sieg der USA (3:43,58) nur auf den elften und vorletzten Rang.

© SID

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