Eisschnelllauf Weltcup
Beckert läuft auf Platz drei

Stephanie Beckert ist beim Eisschnelllauf-Weltcup über 3 000 Meter in Berlin auf Platz drei gelaufen. Abseits der Strecke wurde Claudia Pechstein von Konkurrenten attackiert.

Podestplatz für Stephanie Beckert, Pöbeleien gegen Claudia Pechstein: Der erste Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in Berlin hatte es aus deutscher Sicht in sich. Die erst 21 Jahre alte Erfurterin Beckert setzte mit Platz drei über 3000m in starken 4:07,17 Minuten beim Sieg der Tschechin Martina Sablikova in Bahnrekord (4:00,75) das Glanzlicht, während sich die wegen auffälliger Blutwerte weiterhin gesperrte Pechstein schwere Vorwürfe von ausländischen Konkurrenten gefallen lassen musste.

Vor 1 000 Besuchern zeigte sich Beckert von ihrer Krankheit aus der Vorwoche erholt und knüpfte an ihre guten Leistungen zum Ende der letzten Saison an, als sie über 5000m in Heerenveen Weltcup-Zweite wurde. "Das war heute ein toller Auftakt. Ich glaube, dass ich noch schneller laufen kann", sagte Beckert.

Anschütz-Thoms: "Habe Zeit liegen gelassen"

Auch Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt) überzeugte in 4:07,87 Minuten mit Rang vier und löste wie Beckert das Ticket für Olympia in Vancouver (12. bis 28. Februar 2010). Dennoch war die 34-Jährige unzufrieden: "Die Olympia-Qualifikation ist zwar schön, aber mit meiner Leistung bin ich nicht zufrieden. Ich habe am Ende zu viel Zeit liegen gelassen", sagte Anschütz-Thoms.

Die Berliner Katrin Mattscherodt musste sich mit dem 21. Platz begnügen, die Nachwuchsläuferinnen Isabell Ost (Berlin) und Alexandra Lipp (Grefrath) landeten am Ende des Feldes.

Groenewold und Wüst contra Pechstein

3 000-m-Weltmeisterin Renate Groenewold auf Rang 13 und Olympiasiegerin Ireen Wüst als Elfte enttäuschten. Die beiden Niederländerinnen gehörten im Vorfeld des Weltcups zu den Athleten, die ihre kritische Haltung gegenüber Pechstein erhärteten. Groenewold erklärte noch am Donnerstag, dass sie kein Bedürfnis verspüre, mit Pechstein zu sprechen. Die Weltmeisterin hatte sich bereits direkt nach Bekanntgabe der zweijährigen Sperre für Pechstein im Juli auffallend negativ über die Berlinerin geäußert, die ihr bei Olympia 2002 die Goldmedaille weggeschnappt hatte.

Auch Wüst zeigte keinerlei Mitleid für Pechstein. "Es ist richtig, dass Claudia hier beim Weltcup nicht dabei ist", sagte die Niederländerin am Donnerstag. Ebenfalls Kritik an Pechstein äußerte der norwegische Läufer Havard Bökko.

CAS lehnt Pechstein-Antrag ab

Einen Eilantrag Pechsteins auf eine Startfreigabe für Berlin und sowie den Weltcup vom 11. bis 13. November in Heerenveen lehnte der CAS am Freitagabend ab. Nach Meinung des Gerichts habe die Ahtletin in ihrem Antrag nicht nachgewiesen, dass ihre Nicht-Teilnahme an beiden Weltcups ihr einen "irreparablen Schaden" zufügen würde.

Bei den Männern gab es in Berlin zum Auftakt einen südkoreanischen Doppelerfolg über 500m. Lee Kang-Seok sicherte sich in Saisonbestzeit (34,80 Sekunden) den ersten Platz vor seinem Landsmann Lee Kyou-Hyuk (35,02). Über 1000m triumphierte Shani Davis (USA) in 1:08,53 Minuten mit Bahnrekord. Bester Deutscher war der Chemnitzer Nico Ihle auf Platz 16.

© SID

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