Eisschnelllauf Weltcup
Desg-Präsident Heinze kritisiert CAS-Beschluss

Desg-Präsident Gerd Heinze hat den Beschluss des Internationalen Sportgerichtshofes CAS kritisiert, wonach Claudia Pechstein nicht beim Weltcup im norwegischen Hamar starten darf.

Katrin Mattscherodt hat der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) am Samstag beim Weltcup in Hamar unerwartet einen dritten 5 000-m-Startplatz bei den Olympischen Spielen in Vancouver gesichert. Die 28 Jahre alte Berlinerin lief in 7:05,01 Minuten als Zweite der schwächeren B-Gruppe sensationell die insgesamt siebtbeste Zeit und holte den Startplatz über das so genannte Zeitranking. Stephanie Beckert und Daniela Anschütz-Thoms (beide Erfurt) hatten mit ihren Rängen zwei und drei die ersten beiden Startplätze für Deutschland bei Olympia gesichert.

"Es geschehen noch Zeichen und Wunder", sagte Desg-Teamchef Helge Jasch mit Blick auf Mattscherodts Zeit, die indirekt sogar den Dopingfall Claudia Pechstein tangierte.

CAS-Entscheidung "unfair"

Desg-Präsident Gerd Heinze hatte die Verweigerung des Hamar-Startrechts für Pechstein als "unfair" kritisiert. "Diese Entscheidung kostet uns einen Startplatz im 5 000-m-Rennen bei den Winterspielen", sagte Heinze mit Blick auf den Beschluss des Internationalen Sportgerichtshofes CAS. Auch der Desg-Boss hatte Mattscherodt nicht auf der Rechnung gehabt. Nach dem Klasse-Lauf der Berlinerin wollte er aber dennoch nicht in Begeisterung ausbrechen: "Dadurch ist der Fall Pechstein auch nicht ausgestanden."

In seiner Begründung hatte sich der CAS auf eine Stellungnahme des Eislauf-Weltverbandes (ISU) bezogen, nach dessen Meinung der fünfmaligen Olympiasiegerin Pechstein kein irreparabler Schaden entstehe, da die Desg Startplätze für Vancouver erhalte, die nicht an Personen gebunden seien. Deshalb könne die Desg Pechstein durchaus nominieren.

Pechstein hatte bereits am Freitag die ISU hart kritisiert. "Mit dieser Argumentation hat die ISU für jeden ganz offen dargelegt, dass Fairplay nicht zu ihren Grundsätzen zählt. Da muss man sich ja schämen, jemals für diesen Verband gelaufen zu sein", sagte die 37-Jährige.

© SID

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