Eisschnelllauf Weltcup
Doppelsieg für Wolf in Heerenveen

Start nach Maß für deutsches Eisschnelllauf-Team in die Weltcup-Saison: Jenny Wolf gelang über 500m ein Doppelsieg, Stephanie Beckert holte über 3000m ihren dritten Weltcup-Erfolg.

Jenny Wolf und Stephanie Beckert haben dem deutschen Eisschnelllauf-Team in Heerenveen einen Start nach Maß in die Weltcup-Saison beschert. Weltrekordlerin Wolf gelang über 500 m im niederländischen Kufenmekka ein Doppelsieg, Beckert holte über 3 000 m ihren insgesamt dritten Weltcup-Erfolg.

Die 22 Jahre alte Erfurterin Beckert gewann in 4:04,38 Minuten souverän. Zu einer Olympia-Revanche mit der Tschechin Martina Sablikova, die Beckert über beide Langstrecken in Vancouver auf den Silberrang verwiesen hatte, kam es allerdings nicht. Sablikova hatte ihren Start kurz vor Rennbeginn wegen Magen-Darm-Problemen abgesagt.

"Das war ein Superlauf von mir. Den kurzfristigen Ausfall von Sablikova habe ich zwar registriert, ich war aber vollkommen fokussiert auf meinen eigenen Lauf - und da lief es von Runde zu Runde besser", sagte Beckert, die auf einen Start Sablikovas beim Weltcup in der kommenden Woche in Berlin hofft: "Es wäre schade, wenn sie dort auch absagen würde. Ich schaue aber vor allem auf mich. Mein Ziel ist die WM im März in Inzell."

Kanadas Weltrekordlerin Cindy Klassen (4:07,19) hatte auf dem zweiten Platz schon einen großen Rückstand auf Beckert. Dritte wurde Klassens Teamkollegin Kristina Groves (4:08,01).



Nachwuchsläuferinnen mit Achtungserfolg

Den Nachwuchsläuferinnen der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) gelang in der starken A-Gruppe in Heerenveen ein Achtungserfolg. Die deutsche Vize-Meisterin Jennifer Bay aus Dresden belegte in persönlicher Bestzeit von 4:12,74 Minuten den 13. Platz. Isabell Ost (Berlin) erreichte in 4:14,28 Minuten den 17. Rang.

Die Berlinerin Wolf begann die Weltcup-Saison vor 6 000 Zuschauern in der Thialf-Halle mit zwei deutlichen Siegen. Einen Tag nach ihrem Auftakterfolg in der niederländischen Kufenhochburg gewann die Weltrekordlerin auch den zweiten 500-m-Lauf, blieb bei ihrem insgesamt 52. Weltcup-Erfolg in 38,17 Sekunden allerdings etwas über ihrer Zeit von Freitag (38,02) und nicht wie erhofft unter der 38-Sekunden-Marke.

Die Konkurrenz beherrschte sie aber deutlich, obwohl ihr zunächst ein Fehlstart unterlaufen war. Wolf hatte im Ziel 37 Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Zweite Margot Boer aus den Niederlanden (38,54). Den dritten Rang belegte die Japanerin Nao Kodaira (38,77).



Für Wolf hat sich die Konkurrenz nicht verbessert

"Ich wusste schon im Training, dass ich fit bin. Wenn ich jetzt sehe, dass sich die Konkurrenz nicht groß verbessert hat, kann ich wirklich gelassen in die nächsten Rennen gehen", sagte Wolf, die sich allerdings eine etwas bessere Zeit gewünscht hätte: "Mein Ziel ist eigentlich immer, mich selbst zu verbessern. Das ist mir bislang noch nicht so gelungen, aber die Saison ist ja noch lang."

Im letzten Paar glückte Wolf eindrucksvoll die direkte Revanche für das olympische Duell, das sie in Vancouver gegen die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa verloren hatte. Wolf hatte ihre Erzrivalin nach einem Klassestart (10,29 Sekunden über 100 m) klar im Griff und distanzierte Lee am Ende um 84 Hundertstel.

Judith Hesse (Erfurt) belegte in 39,42 Sekunden den 16. Platz, Monique Angermüller (Berlin/39,58) musste sich mit dem 17. Rang begnügen.

© SID

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