Eisschnelllauf Weltcup
Eissprinterin Wolf feiert 21. Weltcup-Sieg

Jenny Wolf hat in Inzell ihren 21. Weltcup-Sieg gefeiert und steht kurz vor dem Hattrick im 500m-Gesamt-Weltcup. Anni Friesinger gewann bereits vorzeitig die 1000m-Gesamtwertung.

Eissprinterin Jenny Wolf ist in Inzell zu ihrem 21. Weltcup-Sieg gelaufen und hat nun den Titel-Hattrick vor Augen. Die 29 Jahre alte Berlinerin gewann über 500m in 38,66 Sekunden und kann nach ihrem neunten Erfolg im elften Saisonrennen am Sonntag ihren dritten Weltcup-Gesamtsieg in Folge schon vorzeitig perfekt machen.

Anni Friesinger verbuchte unterdessen ausgerechnet auf ihrer Hausbahn über 1000m ihren 53. Weltcup-Sieg und machte schon im achten von zehn Saisonrennen den mit 14 000 Dollar (9 560 Euro) dotierten Gesamt-Triumph, ihren insgesamt achten, perfekt. Jenny Wolf genügt nach ihrem 21. Streckensieg im zweiten 500-m-Rennen am Sonntag bereits der 18. Rang, um zum dritten Mal in Folge die Wertung im kurzen olympischen Sprint für sich zu entscheiden.

Friesinger läuft Konkurrenz davon

"Die Sonne scheint, die Stimmung ist gut, meine Leistung war nur das I-Tüpfelchen auf einen wunderbaren Tag", sagte Friesinger. Sie lief die Konkurrenz ebenso wie Wolf förmlich in Grund und Boden. Die beiden besten deutschen Eisschnellläuferinnen präsentierten sich drei Wochen vor der Einzelstrecken-WM in Nagano in hervorragender Form.

Friesinger verwies in 1:17,81 Minuten Vize-Weltmeisterin Ireen Wüst aus den Niederlanden (1:18,79) und Shannon Rempel aus Kanada (1:19,24) auf die Plätze zwei und drei. In der Gesamtwertung kann Friesinger mit nunmehr 760 Punkten in den verbleibenden zwei Saisonrennen auch von ihrer ärgsten Verfolgerin Chiara Simionato (Italien/440), die auf einen Start in Inzell verzichtete, nicht mehr von Platz eins verdrängt werden.

Wolf ist optimistisch, dass sie am Sonntag nachzieht. "Man kann ja nie wissen, was noch so alles passiert. Aber eigentlich müsste die Sache am Sonntag gelaufen sein. Das müsste schon mit dem Teufel zugehen", meinte Weltrekordlerin und Weltmeisterin Jenny Wolf nach ihrem neunten Erfolg im elften Saisonrennen.

Perfekte Bedingungen

Der zweitplatzierten Annette Gerritsen nahm sie in 38,66 Sekunden die Sprint-Ewigkeit von 88 Hundertstelsekunden ab. Der Abstand in der Weltcup-Wertung auf ihre hartnäckigste Verfolgerin Gerritsen beträgt bereits 392 Zähler.

"Das Eis war gut, aber der Gegenwind hat mir am Ende etwas zu schaffen gemacht. Ich hoffe, am Sonntag wird es noch ein bisschen schneller", meinte die 29 Jahre alte Berlinerin, die ihren im Oktober aufgestellten inoffiziellen Freiluft-Weltrekord (38,25) klar verfehlte.

Die Bedingungen im Ludwig-Schwabl-Stadion waren am Samstag perfekt. Von irregulären Verhältnissen wie beim ersten Freiluft-Weltcup der Saison in Baselga vor zwei Wochen, als Schneeregen die Eisbahn arg in Mitleidenschaft gezogen hatte, war bei blauem Himmel diesmal keine Spur.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%