Eisschnelllauf Weltcup
Erfolgreicher Weltcup-Auftakt für Friesinger

Besser hätte der Start in die Weltcup für Anni Friesinger nicht laufen können. Die Inzellerin gewann im niederländischen Heerenveen die 1 000 Meter. Jenny Wolf landete im Sprint über die 500 Meter auf dem zweiten Platz.

Perfekter Start für Anni Friesinger in die internationale Eisschnelllauf-Saison. Nach ihrem Dreifach-Sieg bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt am vergangenen Wochenende gewann die Team-Olympiasiegerin beim ersten Weltcup im niederländischen Kufen-Mekka Heerenveen das 1 000-m-Rennen. Damit verbuchte sie im ersten Wettkampf unter ihrem neuen Trainer Gianni Romme den 37. Weltcupsieg.

Friesinger setzte sich in der Weltjahres-Bestzeit von 1:15,89 Minuten vor der Kanadierin Christine Nesbitt (1:16,08) und Ireen Wüst aus den Niederlanden (1:16,63) durch. Die Inzellerin ließ ihrer besten Freundin im Weltcup-Zirkus, der Olympiasiegerin Marianne Timmer (1:17,88), im letzten Paar nicht den Hauch einer Chance. "Der Start und die ersten 600 Meter waren sehr gut. Ich habe meine gute Form aus der Vorsaison bestätigt und weiß jetzt, wo ich international stehe. Die Veränderungen in meinem Umfeld haben mir gut getan", meinte Friesinger.

Konkurrentin Klassen nicht am Start

Friesinger will in Heerenveen noch am Samstag über 1500m und am Sonntag erneut über 1000m starten. Die Kanadierin Cindy Klassen, die auf beiden Strecken den Weltrekord hält, ist in den Niederlanden wegen Motivationsproblemen nicht am Start und will erst im Januar in den Weltcup einsteigen.

Die Berlinerin Jenny Wolf verpasste unterdessen den Sieg im 500-m-Rennen nur knapp. Die Weltcup-Siegerin der vergangenen Saison musste sich in 38,60 Sekunden nur der Südkoreanerin Lee Sang-Hwa (38,23) geschlagen geben. Dritte wurde die Chinesin Wang Beixing (38,70). In Erfurt hatte Wolf den Meistertitel auf ihrer Spezialstrecke nach einem Sturz an Friesinger verloren. Die Erfurterin Pamela Zoellner belegte in 39,43 Sekunden Rang 13, ihre Klubkollegin Judith Hesse (39,67) lief auf Platz 17 vor.

Schneider sorgt für Lichtblick

Bei den deutschen Herren sorgte der deutsche Vizemeister Tobias Schneider mit seinem 1 500-m-Erfolg in der B-Gruppe für den Lichtblick. Der Berliner siegte in guten 1:48,95 Minuten und war damit über zwei Sekunden schneller als bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt am vergangenen Samstag. Beim zweiten Weltcup in seiner Heimat in Berlin-Hohenschönhausen am kommenden Wochenende darf Schneider damit in der stärkeren A-Gruppe antreten. Der Erfurter Anton Hahn konnte als 23. über 500m in 36,45 Sekunden dagegen nicht überzeugen. Der deutsche Meister Samuel Schwarz (Berlin) lief im A-Finale in 1:50,55 Minuten zwar persönliche Bestzeit, kam beim Sieg von Lokalmatador Erben Wennemars (1:45,96) aber nicht über Rang 19 hinaus.

Den Sieg seines neuen Schützlings musste Trainer Gianni Romme derweil aus dem Innenraum verfolgen. Weil der Doppel-Olympiasieger von Nagano noch keinen Trainerschein besitzt, durfte er Friesinger nicht auf dem Eis anfeuern. Die Inzellerin und ihr langjähriger Trainer Markus Eicher (Inzell) hatten sich im Frühjahr getrennt, nachdem die 29-Jährige bei den Olympischen Winterspielen in Turin das anvisierte Einzel-Gold verpasst hatte.

© SID

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