Eisschnelllauf Weltcup: Frauen-Team gewinnt auch ohne Friesinger

Eisschnelllauf Weltcup
Frauen-Team gewinnt auch ohne Friesinger

Beim Eisschnelllauf-Weltcup in Erfurt liefen Claudia Pechstein, Daniela Anschütz-Thoms und Lucille Opitz im Team-Wettbewerb auch ohne "Zugpferd" Anni Friesinger zum Sieg. Über 5000m landete Pechstein auf Platz zwei.

Auch in Abwesenheit von Anni Friesinger hat das deutsche Damen-Team beim Eisschnelllauf-Weltcup in Erfurt seine Stärke gezeigt und den Mannschafts-Wettbewerb gewonnen. Die Olympiasiegerinnen Claudia Pechstein, Lucille Opitz (beide Berlin) und Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt) siegten in Bahnrekordzeit von 3:03,98 Minuten vor Russland (3:04,85) und den Niederlanden (3:07,23). Im Gesamtweltcup muss das deutsche Trio als Dritter mit 210 Punkten allerdings weiter dem "Oranje"-Team (240) und den Russinnen (230) den Vortritt lassen. Friesinger lief in Erfurt nur die 1500m und will sich auch bei der WM in Salt Lake City in drei Wochen nur auf die Einzelstrecken konzentrieren.

Pechstein Zweite über die 5000m

Schon über die 5000m hatte Pechstein weiter Selbstvertrauen für die Einzelstrecken-WM getankt. Die 34-Jährige belegte auf ihrer Paradestrecke in 6:57,68 Minuten den zweiten Platz, musste sich aber wie schon bei der Mehrkampf-WM in Heerenveen vor einer Woche klar der überragenden Europameisterin Martina Sablikova geschlagen geben.

Die erst 19-jährige Tschechin unterbot in hervorragenden 6:50,39 Minuten Pechsteins Bahnrekord um knapp 19 Sekunden und blieb nur 3,48 Sekunden über dem fünf Jahre alten Weltrekord der Berlinerin. Dritte wurde Lokalmatadorin Daniela Anschütz-Thoms (7:00,49).

Im Langstrecken-Weltcup führt vor dem letzten Rennen in zwei Wochen in Calgary Sablikova mit 390 Punkten vor Pechstein (312), der Niederländerin Renate Groenewold (310) und Anschütz (306). Alle vier Läuferinnen besitzen vor dem abschließenden 3 000-m-Lauf in Kanada noch Siegchancen.

"Oranje"-Männer siegen im Team

Die niederländische Herren-Mannschaft hat derweil den Team-Gesamtweltcup der Eisschnellläufer gewonnen. Das "Oranje"-Trio mit Mehrkampf-Weltmeister Sven Kramer, Carl Verheijen und Wouter Olde Heuvel entschied das Rennen in 3:46,61 Minuten vor Schweden (3:48,19) und Japan (3:49,21) für sich und verwies im Weltcup-Gesamtstand nach dem abschließenden dritten Lauf mit 236 Punkten die Kanadier (210) und das deutsche Team (170) auf die Plätze zwei und drei.

Damit qualifizierte sich das Team Deutschland, das in Erfurt in der Besetzung Tobias Schneider, Marco Weber und Robert Lehmann Vierter wurde, auch für die Einzelstrecken-WM in Salt Lake City.

Fabris gewinnt die 1500m

Über die 1500m setzte sich am Sonntag Olympiasieger Enrico Fabris durch. Der Italiener unterbot dabei in 1:45,50 Minuten den Bahnrekord des Niederländers Mark Tuitert gleich um fast zwei Sekunden. Tuitert wurde Dritter (1:46,60) hinter Landsmann Erben Wennemars (1:45,82). Bester Deutscher war der Berliner Samuel Schwarz auf dem elften Rang (1:48,98).

Damit kommt es in zwei Wochen beim Weltcup-Finale in Calgary zum Duell zwischen Fabris und Wennemars um den Gesamtsieg. Beide haben vor dem letzten Rennen 440 Punkte auf dem Konto.

© SID

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