Eisschnelllauf Weltcup: Friesinger fegt in Hamar Konkurrenz vom Eis

Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger fegt in Hamar Konkurrenz vom Eis

In der Bahnrekordzeit von 1:14,81 Minuten hat Anni Friesinger den Weltcup in Hamar deutlich vor Christine Nesbitt und Ireen Wüst gewonnen. Pamela Zoellner wurde Zehnte.

Anni Friesinger feiert ihren 52. Weltcup-Sieg mit Bahnrekord, Jenny Wolf fährt unbeirrt dem Titel-Hattrick entgegen und Claudia Pechstein kehrt aufs Sieger-Podest zurück. Die deutschen Top-Läuferinnen haben beim Eisschnelllauf-Weltcup im norwegischen Hamar groß aufgetrumpft und ihre Spitzenplätze im Gesamtweltcup vor den Saisonhöhepunkten bei der Mehrkampf-WM in Berlin (9./10. Februar) und der Einzelstrecken-WM in Nagano/Japan (6. bis 9. März) gefestigt.

Team-Olympiasiegerin Friesinger ließ keinen Zweifel an ihrer Dominanz über 1000m aufkommen und siegte in starken 1:14,81 Minuten. Damit verbesserte die 30 Jahre alte Team-Olympiasiegerin den Bahnrekord (1:15,12) und den von ihr selbst gehaltenen inoffiziellen Flachland-Weltrekord. Friesinger feierte ihren 52. Weltcup-Sieg und zeigte sich von ihrer schmerzhaften Niederlage bei der Sprint-WM gegen Jenny Wolf eine Woche zuvor in Heerenveen gut erholt.

"Heute hat alles gut geklappt. Nachdem ich meine Erkältung überstanden hatte, habe ich im Training schon gespürt, dass es gut läuft", sagte Friesinger nach ihrem Sieg und fügte an: "Schade, dass ich diese Form nicht schon bei der Sprint-WM hatte." Zweite wurde Christine Nesbitt (Kanada) vor Europameisterin Ireen Wüst aus den Niederlanden. Pamela Zoellner (Erfurt) lief auf Rang zehn.

Klare Führung in der Gesamtwertung für Friesinger

In der Gesamtwertung führt Friesinger mit 660 Zählern vor Chiara Simionato (Italien/440 Punkte) und Nesbitt (370) und steht nach sieben von zehn Läufen vor dem Gesamtsieg.

Für weitere Paukenschläge aus deutscher Sicht sorgte Jenny Wolf. Die Sprinterin gewann beide Läufe über 500m jeweils in 37,52 Sekunden und verbesserte damit den Bahnrekord und den inoffiziellen Flachland-Weltrekord. Nur auf den Hochlandbahnen von Calgary/Kanada und Salt Lake City/USA wurden bessere Zeiten erzielt. "Die Oberschenkel haben sehr geschmerzt. Die Belastung war in den vergangenen Wochen sehr groß. Ich war selbst überrascht, wie gut es ging", sagte Wolf.

Die 28 Jahre alte Literaturstudentin führt im Gesamtweltcup über 500m klar mit 960 Punkten vor Annette Gerritsen (588 Punkte) und der Chinesin Wang Beixing (520) und steht bei noch vier ausstehenden Läufen vor ihrem dritten Sieg in Folge. "Sie kann die ersten 100m so schnell laufen wie ein Mann", schwärmte die Niederländerin Marianne Timmer, die im Gesamtklassement auf Rang fünf liegt.

Pechstein freut sich über Platz drei

Endlich wieder strahlen konnte auch Claudia Pechstein, die erstmals in dieser Saison einen Podestplatz belegte. Über 5000m musste sich die Berlinerin (6:56,57) nur Martina Sablikova geschlagen geben. Die Tschechin verbesserte in 6:51,83 Minuten den acht Jahre alten Bahnrekord von Gunda Niemann-Stirnemann. Pechstein verbesserte sich im Gesamtweltcup mit 320 Punkten hinter Sablikova (480) auf Rang zwei.

"Es ist ein schönes Gefühl, mal wieder auf dem Podium zu stehen und nicht wieder Vierte zu sein", sagte Pechstein, die in der laufenden Saison auf den Langstrecken sechsmal auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war.

Bei den deutschen Männern landete der Chemnitzer Marco Weber einen Achtungserfolg. Der deutsche Meister belegte über 10.000m in 13:33,06 Minuten den fünften Rang und erzielte damit nach dem vierten Platz beim Weltcup im russischen Kolomna erneut eine gute Platzierung.

© SID

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