Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger feiert in Calgary ersten Saisonsieg

Anni Friesinger durfte in Calgary über ihren 45. Sieg im Eisschnelllauf-Weltcup jubeln. In deutscher Rekordzeit verwies die Sprint-Weltmeisterin die Konkurrenz über 1000m auf die Plätze.

Jubel bei Anni Friesinger: Nach drei zweiten Plätzen hat die Sprint-Weltmeisterin beim Eisschnelllauf-Weltcup in Calgary den ersten Saisonsieg gefeiert und ihren 45. Weltcup-Erfolg perfekt gemacht.

Friesinger gewann das 1 000-m-Rennen in deutscher Rekordzeit von 1:13,49 Minuten klar vor der Kanadierin Christine Nesbitt (1:14,14) und Chiara Simionato (Italien/1:14,15), nachdem sie tags zuvor trotz deutschen Rekordes (1:53,09) über 1500m nur Zweite geworden war. Über 1000m verbesserte Friesinger ihre persönliche Bestzeit, die sie vor einer Woche in Salt Lake City aufgestellt hatte, um 22 Hundertstel.

Wolf gewinnt B-Lauf

500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf bestätigte unterdessen am letzten Tag in Calgary auch über die von ihr wenig geliebte 1 000-m-Distanz ihre Topform. Die 28-Jährige gewann das Rennen der schwächeren B-Gruppe in persönlicher Bestzeit von 1:15,75 Minuten und sicherte sich damit das Startrecht für das Rennen der besten 20 Läuferinnen beim nächsten Sprint-Weltcup in Heerenveen im Dezember. Wolf hatte in Calgary beide 500-m-Läufe gewonnen, den ersten am Freitag in der Weltrekord-Zeit von 37,02 Sekunden.

Deutsche Frauen gewinnen Team-Wettbewerb

Zum Abschluss gewannen Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms den Team-Wettbewerb der Frauen. Die Olympiasiegerinnen, die erstmals seit ihrem Goldlauf von Turin wieder gemeinsam auf dem Eis standen, setzten sich in 2:56,46 Minuten vor Kanada und Russland durch. Den eigenen Weltrekord, den das Trio vor gut zwei Jahren an selber Stelle aufgestellt hatte (2:56,04), verpasste es nur um 42 Hundertstel.

Der Berliner Samuel Schwarz stellte derweil einen deutschen Rekord über 1000m auf. Der 24-Jährige unterbot in 1:08,60 Minuten seine eigene, gut acht Monate alte Bestzeit um sechs Hundertstelsekunden. Der deutsche Meister kam dennoch nicht über Rang 16 hinaus. Es siegte der Kanadier Denny Morrison in 1:07,25 vor seinem Landsmann Jeremy Wotherspoon (1:07,31) und dem Niederländer Simon Kuipers (1:07,39).

Deutsche Männer überraschend auf Platz drei

Im Team-Wettbewerb erreichten die deutschen Männer überraschend einen Podestplatz. Stefan Heythausen (Grefrath), Robert Lehmann (Erfurt) und Tobias Schneider (Berlin) liefen in 3:44,40 Minuten deutschen Rekord und erreichten damit Platz drei hinter Kanada (3:41,95) und Norwegen (3:42,88). Das deutsche Trio unterbot die alte Bestmarke, aufgestellt von Christian Breuer, Jörg Dallmann und Heythausen vor zwei Jahren an selber Stelle, um fünf Zehntelsekunden.

© SID

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