Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger feiert Jubiläum im zweiten Anlauf

Anni Friesinger hat sich beim Eisschnelllauf-Weltcup in Erfurt über 1000m ihren 50. Weltcupsieg gesichert. Über 500m musste sich die Inzellerin allerdings zuvor Weltrekordlerin Jenny Wolf (Berlin) geschlagen geben.

Sie winkte ins Publikum und zeigte ihr schönstes Strahlen: Ausnahme-Athletin Anni Friesinger feierte beim Sprint-Weltcup in Erfurt den 50. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und erreichte als dritte Eisschnellläuferin nach Gunda Niemann-Stirnemann (98 Siege) und Bonnie Blair (USA/69) diesen Meilenstein.

Die Team-Olympiasiegerin von 2006 triumphierte über 1000m in 1:15,71 Minuten und verwies Chiara Simionato (Italien/1:16,46 Minuten) sowie Olympiasiegerin Cindy Klassen (Kanada/1:16,48) auf die Plätze zwei und drei. In der Weltcup-Wertung über 1000m baute Friesinger ihre Führung nach fünf von zehn Läufen auf 460 Zähler aus.

Wolf bleibt die Herrin über 500m

"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Alle haben immer zu mir gesagt: Du schaffst das, du schaffst das. Aber dann musst du es erst einmal auch schaffen", sagte Friesinger. Die Motivation vor heimischem Publikum hätte für die 30-Jährige nicht größer sein können. "Dass dieser besondere Sieg gerade in Deutschland geklappt hat, ist besonders schön", sagte die Jubilarin.

Über 500m hatte Friesinger zuvor allerdings keine Chance im Vergleich mit Jenny Wolf aus Berlin. Weltrekordlerin Wolf demonstrierte ihre Dominanz im internationalen Vergleich auf dieser Strecke und sicherte sich in 38,00 Sekunden den Sieg. Friesinger wurde in 38,61 Sekunden Zweite. Annette Gerritsen (Niederlande) belegte in 38,68 Sekunden den dritten Rang.

Friesingers Lob für "Champion" Wolf

"Ich hatte kleinere Probleme in der zweiten Kurve. Da wurde ich etwas vorsichtig. Dennoch bin ich unterm Strich zufrieden", sagte Wolf, die den 16. Weltcup-Sieg in ihrer Laufbahn feierte und in der Gesamtwertung nach sieben von 14 Rennen mit 660 Punkten deutlich in Führung liegt. Ihre Konkurrentinnen auf den Gesamtsieg über 500m, die Chinesin Wang Beixing und die Niederländerin Christine Nesbitt, waren in Erfurt nicht am Start.

"Jenny ist ein echter Champion auf der Strecke. Sie hat eine super Entwicklung genommen", sagte Friesinger zu ihrer Konkurrentin aus der Hauptstadt, die bereits ihren fünften Saisonsieg verbuchte. Die Inzellerin selbst hatte am Start einige Schwierigkeiten und fand erst hinten raus zu ihrem Tempo. "Mit der Zeit bin ich aber dennoch zufrieden", sagte Friesinger.

Lee Kang-Seok dominiert über 500m

Bei den Männern baute Lee Kang-Seok in Erfurt seine Führung im Weltcup über 500m aus. Der Südkoreaner gewann den ersten Lauf über 500m in 35,22 Sekunden und schraubte sein Punktekonto nach sieben von 14 Rennen auf 530 Zähler. Zweiter wurde Dimitri Lobkow (Russland/35,24 Sekunden) vor Lee Kyou-Hyuk (Südkorea/35,31). Anton Hahn (Erfurt/36,21 Sekunden) belegte den 20. Rang.

Olympiasieger Shany Davis aus den USA siegte über 1000m mit Bahnrekord in 1:09,05 Minuten. Zweiter wurde Denny Morrison aus Kanada in 1:09,33 Minuten vor dem Südkoreaner Joon Mun (1:09,49). In der Gesamtwertung baute Davis nach fünf von zehn Rennen seine Führung auf.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%