Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger siegt beim Weltcup-Finale

Eisschnellläuferin Anni Friesinger hat zum Auftakt des Weltcup-Finals in Salt Lake City das 1 000-m-Rennen gewonnen. Für die Doppel-Weltmeisterin war es der 59. Weltcup-Sieg.

Anni Friesinger ist fit für die Einzelstrecken-WM in der kommenden Woche auf der Olympia-Bahn in Richmond. Die Doppel-Weltmeisterin gewann beim Weltcup-Finale auf dem "Blitz-Eis" von Salt Lake City das 1 000-m-Rennen in 1:13,86 Minuten und feierte damit ihren 59. Weltcup-Sieg.

Die Show stahl der 32-Jährigen allerdings Shani Davis mit dem ersten Weltrekord in dieser Saison. Der US-Amerikaner lief über 1500m als erster Mensch unter 1:42 Minuten und war in 1:41,80 Minuten 21 Hundertstelsekunden schneller als der Kanadier Denny Morrison (1:42,01) vor knapp einem Jahr in Calgary. Olympiasieger Davis gewann damit auch den Gesamt-Weltcup auf der Mittelstrecke.

Anschütz-Thoms meldet sich zurück

Eindrucksvoll meldete sich derweil Daniela Anschütz-Thoms nach überstandenem Infekt zurück. Die Erfurterin belegte über 3000m in 3:59,88 Minuten den zweiten Platz hinter Weltmeisterin Martina Sablikova aus Tschechien (3:58,62) und untermauerte mit einer Klasseleistung nach über einmonatiger Rennpause ihre Medaillen-Ambitionen für die WM.

Ebenfalls überzeugen konnte Anschütz' Klub-Kollegin Stephanie Beckert, die in persönlicher Bestzeit (4:00,91) hinter der Kanadierin Kristina Groves (4:00,00) Vierte wurde. Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein war in Salt Lake City nicht am Start und hat ihre Saison wegen krankheitsbedingtem Trainingsrückstand bereits beendet. Der Sieg im Langstrecken-Weltcup war Sablikova schon vor dem Rennen nicht mehr zu nehmen gewesen.

Friesinger verbuchte derweil ihren vierten Sieg in Folge. Ihre persönliche Bestzeit (1:13,49) und den Weltrekord der Kanadierin Cindy Klassen (1:13,11) verpasste Friesinger auf der schnellsten Eisbahn der Welt zwar, war mit dem Rennen aber dennoch "sehr zufrieden". Trotzdem verkündete sie aus Sicherheitsgründen ihren Startverzicht für das 1 500-m-Rennen am Samstag, in das sie ebenfalls als Favoritin gegangen wäre.

"Ich bin sehr zufrieden mit meinem 1 000-m-Rennen, aber ich will wegen meines Knies kein Risiko eingehen. Bei der WM stehen für mich drei schwere Rennen auf dem Programm", sagte Friesinger, der die Nachwirkungen ihrer Knie-Operation im Sommer am Start noch immer leichte Probleme bereiten.

Angermüller mit Bestzeit

Zweite auf der Olympiabahn von 2002 wurde die Japanerin Sayuri Yoshii (1:14,05) vor der Kanadierin Christine Nesbitt (1:14,43). Einen hervorragenden fünften Platz belegte die Berlinerin Monique Angermüller, die in 1:14,57 Minuten ihre persönliche Bestzeit gleich um 1,8 Sekunden unterbot.

Den Gesamt-Weltcup über den langen Sprint gewann Nesbitt. Friesinger hatte in dieser Wertung keine Chance mehr, weil sie nach ihrer Operation verspätet in die Saison eingestiegen war.

Friesinger hatte sich vor den Wettkämpfen auf dem Olympia-Eis von 2002 betont zurückgehalten. "Beim Start bin ich immer noch nicht so schnell wie früher. Ich glaube nicht, dass ich körperlich schon wieder in der Lage bin, Rekorde zu laufen", sagte die zweimalige Olympiasiegerin: "Top-Drei-Plätze oder vielleicht auch ein Sieg in Salt Lake wären ganz wunderbar."

Bei den Männern gewann Yu Fengtong das 500-m-Rennen und damit auch die Sprint-Gesamtwertung. Der Chinese siegte in Landesrekordzeit von 34,37 Sekunden eine Hundertestel vor dem Südkoreaner Lee Kyou-Hyuk und Tucker Fredricks aus den USA (34,51). Yu sicherte sich mit 1 086 Punkten auch den 500-m-Gesamtweltcup vor seinem letzten verbliebenen Konkurrenten Keiichiro Nagashima (957). Der Japaner belegte in Salt Lake City Platz vier (34,57).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%