Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger so erfolgreich wie nie zuvor

Anni Friesinger hat beim Weltcup-Auftakt in Heerenveen auch ihr drittes Rennen für sich entschieden. Dadurch ist es für die Olympiasiegerin der erfolgreichste Saisonstart überhaupt.

Nie zuvor ist Anni Friesinger erfolgreicher in eine Weltcup-Saison gestartet als in diesem Jahr. Die Olympiasiegerin hat in Heerenveen ihren dritten Sieg im dritten Rennen gefeiert. Die 29-Jährige gewann wie schon am Freitag das 1000m-Rennen und holte ihren 39. Erfolg in einem Weltcup-Rennen. Am Samstag hatte Friesinger die 1500m-Distanz für sich entschieden.

Am letzten Tag setzte sich die Weltcup-Titelverteidigerin in 1:15,93 Minuten wie in beiden Rennen zuvor auch vor der Kanadierin Christine Nesbitt (1:16,15) und 3000m-Olympiasiegerin Ireen Wüst aus den Niederlanden (1:16,92) durch. Für Friesinger, die am vergangenen Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt bereits drei Strecken gewonnen hatte, war es der sechste Sieg im sechsten Saisonrennen.

Pechstein mit Rang neun "sehr zufrieden"

"Natürlich bin ich mit dem Start sehr zufrieden, aber der Ärger mit dem Verband stört ungemein und kostet mich wahnsinnig viel Energie", sagte die Team-Olympiasiegerin, die im niederländischen Kufen-Mekka ihre Weltcup-Siege 37 bis 39 holte.

Derweil gelang Friesingers alter Rivalin Claudia Pechstein, die in Erfurt noch krankheitsbedingt gefehlt hatte, ein durchwachsener Saisonstart. Über 1500m kam die Berlinerin nicht über Platz neun, über 3000m nicht über Rang acht hinaus. Dennoch war Pechstein "sehr zufrieden, zumal ich immer noch nicht wieder richtig fit bin".

Schwarz und Schneider mit guten Resultaten

Daniela Anschütz-Thoms, in Erfurt ebenfalls nicht fit, war schon besser in Form: Über 3000m wurde die Team-Olympiasiegerin Vierte, über 1500m Fünfte. Die Berlinerin Jenny Wolf schaffte derweil auch im zweiten 500m-Rennen den Sprung aufs Podest. Nach ihrem zweiten Platz am Freitag lief die Weltcup-Siegerin der vergangenen Saison auf Rang drei vor.

Bei den deutschen Männern macht sich die Arbeit mit dem neuen Bundestrainer Bart Schouten allmählich bemerkbar. Vor allem die Berliner Tobias Schneider und Samuel Schwarz ließen mit Top-Ten-Platzierungen aufhorchen. Der 23-jährige Schwarz verbesserte seine persönliche Bestleistung über 1000m um mehr als anderthalb Sekunden und belegte am Ende den zehnten Platz. Schneider wurde über 5000m ebenfalls in persönlicher Bestzeit sogar Siebter. "Ich hoffe, ich kann diese Leistung beim Heimweltcup bestätigen", meinte der Berliner.

Beim 1000m-Erfolg von Olympiasieger Shani Davis (1:09,17 Minuten) belegte Schwarz am Sonntag in 1:10,25 den hervorragenden neunten Platz.

© SID

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