Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger triumphiert auch über 1 500 Meter

Anni Friesinger ist zum Saisonauftakt glänzend in Form. Beim Eisschnelllauf-Weltcup in Heerenveen siegte die Olympiasiegerin einen Tag nach ihrem Sieg über 1000m auch über 1500m.

Eisschnellläuferin Anni Friesinger hat beim Weltcup-Auftakt im niederländischen Heerenveen der Konkurrenz keine Chance gelassen. Einen Tag nach ihrem Sieg über 1000m siegte die Olympiasiegerin auch über 1500m. Es war Friesingers 38. Weltcup-Erfolg ihrer Laufbahn.

"Mir ist erst eine Runde nach der Zieldurchfahrt aufgefallen, dass ich gewonnen habe", meinte Friesinger, die nach ihrem erneuten Triumph völlig erschöpft war. "Ich war heute sehr kaputt, aber ich habe meine Position im Rennen immer gehalten, obwohl ich müde war", sagte die Inzellerin nicht ohne Stolz.

Friesinger verwies in 1:56,90 Minuten wie schon am Freitag die Kanadierin Christine Nesbitt (1:56,95) auf Platz zwei. Dritte wurde die Niederländerin Ireen Wüst (1:57,31).

Die Berlinerin Claudia Pechstein (1:59,63), die bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt noch krankheitsbedingt gefehlt hatte, kam bei ihrem Saisoneinstand nicht über den neunten Platz hinaus, war aber dennoch "sehr zufrieden, zumal ich immer noch nicht wieder richtig fit bin". Daniela Anschütz-Thoms belegte in 1:58,24 einen guten fünften Rang. Lucille Opitz (beide Erfurt), die mit Anschütz-Thoms, Pechstein und Friesinger bei den Winterspielen in Turin Gold im Teamwettbewerb gewonnen hatte, erreichte in 2:01,08 Minuten Platz 20.

Deutsche Herren im Aufwind

Bei den deutschen Herren macht sich unterdessen die Arbeit mit dem neuen Bundestrainer Bart Schouten allmählich bemerkbar. Vor allem die Berliner Tobias Schneider und Samuel Schwarz ließen mit Top-10-Platzierungen aufhorchen. Beim 1 000-m-Sieg des Südkoreaners Lee Kyou-Hyuk (1:09,01 Minuten) verbesserte der 23-jährige Schwarz seine persönliche Bestleistung um mehr als anderthalb Sekunden auf 1:10,14 Minuten und belegte am Ende den zehnten Platz. Schneider wurde über 5000m in 6:25,65 Minuten, eine gute halbe Sekunde unter seiner auf dem "Blitzeis" von Salt Lake City aufgestellten Bestzeit, beim Sieg von Lokalmatador Sven Kramer (6:16,64) sogar Siebter.

In der schwächeren 1 000-m-Gruppe lief Anni Friesingers Bruder Jan in 1:11,21 Minuten auf den zweiten Rang vor und sicherte sich damit für den zweiten Weltcup in Berlin am kommenden Wochenende einen Platz in der A-Gruppe. Dasselbe war am Freitag Schneider (Berlin) mit seinem B-Sieg über 1500m gelungen.

© SID

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