Eisschnelllauf Weltcup
Friesinger überzeugt auf ihrer Paradestrecke

Eine Woche nach ihrem Erfolg in Kolomna hat Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger auch in Heerenveen das Weltcup-Rennen über 1500m gewonnen. Christine Nesbitt landete hinter Kristina Groves auf Rang drei.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger hat in Heerenveen ihren 48. Weltcup-Sieg geholt. Die Sprint-Weltmeisterin setzte sich über 1500m in 1:55,98 Minuten vor den Kanadierinnen Kristina Groves (1:56,18) und Christine Nesbitt (1:56,56) durch und siegte nach ihrem Erfolg vor einer Woche im russischen Kolomna zum zweiten Mal nacheinander auf ihrer Paradestrecke. Am Sonntag geht Friesinger als Mitfavoritin auf die 1 000-m-Distanz.

Claudia Pechstein (1:57,79), die am Freitag über 3000m im vierten Langstrecken-Rennen dieser Saison zum vierten Mal mit Platz vier Vorlieb nehmen musste, kam auf der von ihr wenig geliebten Strecke auf einen achtbaren sechsten Platz. Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms, die in Kolomna noch Dritte geworden war, musste sich in 1:58,44 Minuten mit Rang neun begnügen.

Lee entreißt Wotherspoon die Weltcup-Führung

Bei den Männern verlor unterdessen Jeremy Wotherspoon aus Kanada seine Führung im Sprint-Weltcup an Weltmeister Lee Kang-Seok. Der 22 Jahre alte Ex-Weltrekordler aus Südkorea gewann nach Platz fünf am Freitag das zweite 500-m-Rennen in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg in 34,92 Sekunden knapp vor dem Japaner Joji Kato (34,94) und seinem Landsmann Mun Joon (34,96). Vortagessieger Tucker Fredricks aus den USA wurde am Samstag nur Sechster.

Mit seinem Sieg verdrängte Lee nach dem sechsten von 13 Läufen mit nunmehr 430 Punkten seinen Konkurrenten Wotherspoon (400) von Platz eins der Gesamtwertung. Der Kanadier, der die ersten vier Saisonrennen auf der olympischen Sprint-Distanz gewonnen hatte, verzichtete auf einen Start in Heerenveen und trainiert stattdessen auf seiner Heimbahn in Calgary.

Deutsche Starter waren in der starken A-Gruppe nicht vertreten. In der B-Gruppe mussten sich Anton Hahn (Berlin/36,07) und Nico Ihle (Chemnitz/36,22) mit den Plätzen sieben und acht begnügen.

Lokalmatador Sven Kramer gewann nach den 1500m am Freitag auch die 5000m souverän. Der Weltrekordler setzte sich in 6:15,26 Minuten vor dem Norweger Havard Bökko (6:18,35) und Shani Davis aus den USA (6:21,36) durch. Bester Deutscher wurde der Berliner Tobias Schneider (6:27,75), der als Achter ein Ausrufezeichen setzte. Der Chemnitzer Marco Weber konnte nach seinem überraschenden vierten Platz über 10.000m in Kolomna als 15. (6:34,85) diesmal nicht überzeugen.

© SID

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