Eisschnelllauf Weltcup
Jenny Wolf durchbricht die asiatische Dominanz

Beim Eisschnelllauf-Weltcup in Milwaukee beherrschten die asiatischen Läuferinnen das Geschehen. Im zweiten 500m-Rennen schaffte Jenny Wolf aus Berlin aber zumindest den Sprung auf Rang drei.

Bei aller Dominanz der asiatischen Läuferinnen gab es für Jenny Wolf beim Sprint-Weltcup der Eisschnellläufer in Milwaukee auch Grund zur Freude. Die Berlinerin hat doch noch den Sprung aufs Podest geschafft. In Abwesenheit von Team-Weltmeisterin Sabine Völker (Erfurt), Ex-Sprint-Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt (Berlin) und Allround-Weltmeisterin Anni Friesinger (Inzell) belegte sie im zweiten 500-m-Rennen Rang drei, nachdem sie am Samstag über dieselbe Strecke und über die 100m den als Vierte das "Treppchen" jeweils nur um eine Hundertstelsekunde verpasste hatte.

Wie schon im ersten Rennen gewann Weltmeisterin Manli Wang aus China in 37,83 Sekunden. Zweite wurde ihre Teamkollegin Beixing Wang (38,19). Wolf gelang in 38,35 Sekunden zum zweiten Mal auf der 500-m-Distanz eine Top-Drei-Platzierung im Weltcup nach Rang zwei vor drei Jahren in Harbin/China. Auf der nicht olympischen 100-m-Strecke konnte die Berlinerin bereits zwei Siege verbuchen. Die anderen deutschen Asse hatten auf die Rennen im "Pettit National Ice Center" von Milwaukee verzichtet, um sich auf ihren Heimbahnen in Deutschland auf die Olympischen Winterspiele in Turin (10. bis 26. Februar) vorzubereiten.

Asiatinnen dominieren fast nach Belieben

Im ersten 500-m-Rennen hatte die deutsche Meisterin Wolf mit einem Stolperer in der letzten Innenkurve eine noch bessere Platzierung verpasst. In 38,42 Sekunden musste sie sich mit Rang vier hinter Beixing Wang (38,41) begnügen. Zweite hinter Manli Wang (38,01) wurde die Japanerin Sayuri Yoshii (38,36). Wie über 500m war Wolf auch über 100m in 10,56 Sekunden beste Nicht-Asiatin. Den Sieg teilten sich in 10,51 die Japanerin Shihomi Shinyia und Sang-Hwa Lee aus Südkorea. Platz drei ging an die Chinesin Dan Wang (10,55).

Shani Davis ist eine Klasse für sich

Über 1000m profitierte Sprintweltmeisterin Jennifer Rodriguez von der Abwesenheit Anni Friesingers. Die US-Amerikanerin siegte in 1:15,50 Minuten (Bahnrekord) vor Weltcupsiegerin Chiara Simeonato (Italien/1:16,03) und Nagano-Olympiasiegerin Marianne Timmer (Niederlande/1:16,53). Die Erfurterin Pamela Zoellner belegte im zweiten Rennen überraschend Rang 13 und schaffte damit die erste Hälfte der Qualifikationsanforderung für Olympia in Turin.

Der Weg zu Olympiagold über 1000m der Herren führt in Turin über den US-Amerikaner Shani Davis. Wie schon bei den ersten beiden Rennen in Salt Lake City deklassierte der Weltrekordler auch in Milwaukee in 1:08,33 Minuten (Bahnrekord) die Konkurrenz. Die deutschen Herren hatten sich über 500m und über 1000m nicht für die A-Gruppe der 20 Besten qualifiziert.

© SID

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