Eisschnelllauf Weltcup
Jenny Wolf sprintet in Berlin allen davon

Eisschnellläuferin Jenny Wolf hat auch am zweiten Tag des Weltcups in Berlin die 500m-Konkurrenz gewonnen. Claudia Pechstein ist dagegen noch nicht in Topform, die Berlinerin belegte über 3000m nur Platz acht.

Beim Weltcup in Berlin bleibt Jenny Wolf in der Erfolgsspur. Einen Tag nach ihrem Triumph über 500m mit Bahnrekord hat die 27-Jährige auch den zweiten Lauf über 500m für sich entschieden. Die Lokalmatadorin setzte sich in 38,12 Sekunden gegen Lee Sang-Hwa (Südkorea/38,18) und Beixing Wang (China/38,25) durch. An ihre Rekordzeit vom Vortag (37,77) kam die Berlinerin aber nicht heran.

"Ich bin selbst überrascht von meiner guten Leistung. Es ist toll, vor den Augen meiner Familie und den vielen Freunden zu gewinnen", sagte die Lokalmatadorin. Durch ihren zweiten Saisonsieg übernahm die Olympia-Sechste nach vier Läufen mit 350 Punkten auch die Führung im Gesamtweltcup. Bereits in der vergangenen Saison hatte Wolf den Gesamtweltcup über 100 und 500m gewonnen.

Pechstein kommt nicht in Fahrt Claudia Pechstein konnte auch auf ihrer Heimbahn in Berlin ihre lange Weltcup-Durststrecke nicht beenden. Die fünfmalige Olympiasiegerin belegte am Samstag in Berlin in mäßigen 4:07,06 Minuten über 3000m nur den achten Platz und wartet damit bereits seit Februar 2005 auf einen Weltcup-Sieg. "Berlin und auch den nächsten Weltcup in Moskau nutze ich als Aufbauprogramm. Bei der WM in Salt Lake City im März werde ich mich ganz anders präsentieren", sagte Pechstein, die im Gesamtweltcup mit 72 Punkten nur auf Rang neun liegt.Es siegte die Olympia-Zweite Renate Groenewold in Bahnrekord-Zeit (4:02,44) vor Kristina Groves (Kanada/4:03,04). Anni Friesinger (Inzell) hatte die 3000m ausgelassen.

Vor 500 Zuschauern waren Pechstein die Folgen ihrer Grippeerkarnkung deutlich anzumerken. Vor allem auf dem Schlussstück fehlten der 34 Jahre alten Lokalmatadorin die Kraft. "Davon geht die Welt nicht unter, schließlich sind wir nicht bei einer WM", meinte Pechstein.

Dennoch muss die Berlinerin, die breits zum Weltcup-Auftatkt am vergangenen Wochenende im niederländischen Heerenveen mit Platz acht und neun nicht überzeugen konnte, weiterhin auf ihren 22. Weltcup-Erfolg warten.

Freier Tag für Friesinger

Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thomas (Erfurt) präsentierte sich dagegen in guter Form und belegte in 4:04,47 Minuten den vierten Platz. Die Berliner Lucille Opitz landete in 4:10,73 Minuten auf dem 13. Rang. Katrin Mattscherodt (Berlin) erzielte eine neue Bestzeit (4:13,29) und lief auf den 18. Platz.

Einen freien Tag legte am Samstag Anni Friesinger ein. Die Team-Olympiasiegerin sagte ihre Teilnahme über 500m ab, um sich auf die 1000m konzentrieren zu können. "Über 1000m möchte ich meinen eigenen Bahnrekord brechen", so Friesinger, deren Bilanz im Weltcup nach vier Siegen bei vier Starts makellos ist. Am Freitag hatte die 29-Jährige in glänzenden 1:55,54 Minuten über 1500m gewonnen und ihren 40. Weltcup-Erfolg eingefahren.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%