Eisschnelllauf Weltcup
Jenny Wolf sprintet in Nagano zum 33. Weltcup-Sieg

Jenny Wolf hat in Nagano über ihre Spezialdistanz 500m ihren eigenen Bahnrekord verbessert. Für die Eissprinterin war es bereits der 33. Weltcup-Sieg.

Top-Sprinterin Jenny Wolf dominiert den Eisschnelllauf-Weltcup weiter nach Belieben. Die Berlinerin gewann in Nagano über ihre Spezialdistanz 500m souverän und verbesserte in 37,71 Sekunden ihren eigenen Bahnrekord, aufgestellt bei ihrem WM-Titelgewinn im vergangenen März, um drei Hundertstelsekunden. Für Wolf war es der sechste Sieg im siebten Saisonrennen und der insgesamt 33. Weltcup-Sieg.

"Ich weiß, dass ich es draufhabe"

"Momentan läuft es einfach gut. Ich weiß, dass ich es draufhabe und eigentlich nichts schiefgehen kann", meinte die Weltrekordlerin, die trotz einer für sie mäßigen Angangszeit von 10,33 Sekunden einmal mehr die Konkurrenz in Grund und Boden lief.

Sie verwies die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa (38,39) und Sayuri Yoshii aus Japan (38,66) auf die Plätze zwei und drei. Ihre zuletzt größte Konkurrentin, die Chinesin Wang Beixing, verzichtete in der Olympiahalle von 1998 wie schon in der Vorwoche in Changchun auf einen Start.

Im 500-m-Weltcup ist Wolf kaum noch von Platz eins zu verdrängen. Mit 680 Punkten führt sie nach dem siebten von 13 Saisonläufen das Feld mit riesigem Vorsprung vor Lee (510) und Annette Gerritsen aus den Niederlanden (370), die ebenfalls pausierte, an.

Am Sonntag steht noch ein zweiter 500-m-Lauf auf dem Programm. Außerdem will Wolf mit Blick auf die Sprint-WM Mitte Januar in Moskau auch über 1000m starten. Da sie den von ihr wenig geliebten langen Sprint in dieser Saison noch nicht gelaufen ist, muss Wolf in der schwächeren B-Gruppe antreten. Der Weltcup in Nagano ist der letzte für die Sprinter vor der WM in der russischen Hauptstadt, wo Wolf ihren Titel erfolgreich verteidigen will.

Im ersten Rennen in Nagano musste die 29-Jährige aber auch auf die Zähne beißen. "Ich komme mit der trockenen Luft nicht gut klar und war nach dem Lauf sehr erschöpft. Ich musste mich zusamenreißen, dass ich bei der Siegerehrung nicht vom Podest falle", berichtete Wolf.

Angermüller Zehnte über 1000m

Im 1 000-m-Rennen wurde die Berlinerin Monique Angermüller Zehnte (1:17,83) und konnte nicht ganz an ihre gute Leistung von Changchun anknüpfen. In China war sie vor einer Woche auf Rang vier gelaufen und hatte ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis erreicht.

Ganz oben auf dem Podest stand erstmals seit November 2005 wieder Jennifer Rodriguez. Die Ex-Weltmeisterin aus den USA, die nach enttäuschenden Leistungen bei Olympia in Turin zunächst ihre Karriere beendet hatte und zu Beginn der laufenden Saison ein Comeback wagte, siegte in 1:16,34 Minuten vor den Kanadierinnen Christine Nesbitt (1:16,39) und Kristina Groves (1:16,62), die den Gesamt-Weltcup derzeit anführen.

Die ersten Männer-Rennen gewannen Weltmeister Shani Davis (USA/1000m) und der Japaner Keiichiro Nagashima (500). Beste deutsche Starter waren über 1000m Frank Steiner (Dresden) und Samuel Schwarz (Berlin) auf den Plätzen 13 und 14.

© SID

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