Eisschnelllauf Weltcup
Massenstart soll Eisschnelllauf attraktiver machen

In der neuen Weltcupsaison werden die Eisschnelllauf-Stars sich auch in Massenstartrennen gegenüberstehen. Die Neuerung soll den Sport interessanter und attraktiver machen.

Der Eisschnelllauf-Weltcup steht vor einer Neuerung: Olympiasiegerin Anni Friesinger und Co. können ab den nächsten Winter Massenstartrennen bestreiten. "Es wird ein Ausscheidungsrennen für Frauen und Männer geben", erklärte der Niederländer Jan Dijkema, der zum Vorstand des Weltverbandes ISU gehört. Die Starterfelder sollen auf jeweils maximal 30 Frauen und Männer begrenzt werden. Der Massenstart soll die Sportart abwechslungsreicher und attraktiver machen.

Derzeit sind einige Regularien noch ungeklärt, beispielsweise die Streckenlängen. In den Rennen soll nach jeder zweiten Runde der Letzte ausscheiden, wodurch sich das Feld nach und nach verkleinert. Die neue Saison gilt als Testlauf für die neue Disziplin. "Zweimal haben wir die Ausscheidungsrennen bei Junioren-Weltmeisterschaften ausprobiert, zuletzt in China. Das Interesse ist groß", sagte Dijkema. Dort waren die Junioren über zwölf und die Juniorinnen über acht Kilometer angetreten.

1932 feierte der Massenstart Olympia-Premiere

Bei den Winterspielen 1932 in Lake Placid (USA) waren zum bislang einzigen Mal in der olympischen Geschichte Massenstartrennen im Eisschnelllauf ausgetragen worden. Damals wurden über 500 und 1500m jeweils drei Vorläufe ausgetragen, aus denen die jeweils zwei Besten das Finale erreichten. Über 5 000 und 10.000m gab es zwei Vorläufe. Dort kamen die je vier Erstplatzierten in den Endlauf.

Schwer tut sich der konservative Weltverband ISU mit der Einführung neuer Disziplinen. Das bei den Winterspielen 2006 in Turin erstmals ausgetragene Team-Verfolgungsrennen war der ISU vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nahegelegt worden.

© SID

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