Eisschnelllauf Weltcup: Pechstein bei WM-Generalprobe auf Rang vier

Eisschnelllauf Weltcup
Pechstein bei WM-Generalprobe auf Rang vier

Claudia Pechstein ist zum Auftakt des Weltcups in Turin über 3000m auf den vierten Platz gefahren. "Für die WM in Heerenveen erhoffen wir uns noch einen weiteren Schub nach vorne", sagte Teamleiter Helge Jasch.

Für Claudia Pechstein hat es eine Woche vor der der Mehrkampf-WM im niederländischen Heerenveen (9. bis 11. Februar) noch nicht zum großen Coup gereicht. Zum Auftakt des Weltcups in Turin kam die Berlinerin über 3000m in 4:05,91 Minuten nur auf Platz vier ins Ziel. Im Gesamtklassement liegt die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin ebenfalls auf dem vierten Rang.

Auf der Olympiabahn von 2006 sicherte sich Europameisterin Martina Sablikova (Tschechien/4:03,38) vor Olympiasiegerin Ireen Wüst (Niederlande/4:04,41) und der Kanadierin Cindy Klassen (4:05,56) den Sieg. Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thomas (Erfurt/4:08,25) wurde Achte und rangiert in der Gesamtwertung auf Rang drei (236). Lucille Opitz (Berlin/4:11,39) kam auf Rang 14, Katrin Mattscherodt (Berlin/4:13,59) landete auf Platz 16.

"Die Leistung von Claudia Pechstein war ganz in Ordnung. Für die WM in Heerenveen erhoffen wir uns noch einen weiteren Schub nach vorne", sagte Teamleiter Helge Jasch von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg).

Pechstein verpasste die überzeugende Wiedergutmachung für das "Debakel von Klobenstein". Bei der Mehrkampf-EM vor drei Wochen in Südtirol hatte die Rekord-Olympiasiegerin nur den fünften Rang belegt und damit das schlechteste EM-Ergebnis seit 14 Jahren geliefert. Ihr letzter Weltcup-Sieg über 3000m liegt fast zwei Jahre zurück. Am 19. Februar 2005 triumphierte letztmals auf dieser Strecke.

Anni Friesinger schont ihre Kräfte

Über 3000m nicht dabei war Anni Friesinger. Die frisch gebackene Sprint-Weltmeisterin verzichtete und schonte stattdessen ihre Kräfte. "Ich habe in der laufenden Saison schon zwei gute Ergebnisse über 3000m erzielt. Das reicht", meinte die Inzellerin. Am Sonntag absolviert die 30-Jährige auf ihrer Paradestrecke über 1500m ihren einzigen Start in Turin und will unbedingt den 44. Weltcup-Sieg ihrer Karriere einfahren.

Mit großer Spannung blickten die Desg-Läuferinnen dem internationalen Comeback von Weltrekordlerin Cindy Klassen aus Kanada entgegen. Die Dauerrivalin hatte in dieser Saison außerhalb ihres Landes sowohl über 3 000 als auch über 1500m noch keinen Start absolviert und meldete sich mit Platz drei in starker Verfassung zurück.

Einen guten Eindruck hinterließen die deutschen Herren. Tobias Schneider setzte den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Der 25 Jahre alte Sportsoldat aus Berlin belegte über 1500m den achten Rang (1:47,92 Minuten) und sprang mit seiner besten Weltcup-Platzierung auf dieser Strecke in der Gesahtwertung als bester Deutscher mit 102 Punkten von Rang 13 auf Platz neun.

Den Sieg über 1500m sicherte sich Olympiasieger Enrico Fabris (Italien/1:44,97) mit Bahnrekord vor Erben Wennemars (Niederlande/1:45,06) und Denny Morrison (Kanada/1:46,07). Der Berliner Samuel Schwarz (1:48,62) belegte Rang zwölf, Stefan Heythausen (Grefrath/1:48,85) kam auf Rang 15.

Herren-Mannschaft sichert sich Rang vier

Auch die deutsche Herren-Mannschaft hat sich achtbar aus der Affäre gezogen. Das Team mit Heythausen, Marco Weber (Chemnitz) und Robert Lehmann (Erfurt) belegte im zweiten von insgesamt drei Weltcup-Läufen der Saison in 3:48,79 Minuten den vierten Rang. Es siegte das Team von Kanada (3:46,08) vor Russland (3:47,86) und Italien (3:48,22).

© SID

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