Eisschnelllauf Weltcup
Pechstein und Friesinger wollen Weltcup-Siege

Knapp eine Woche nach Olympia stehen die deutschen Kufen-Stars heute schon wieder auf dem Eis. Claudia Pechstein und Anni Friesinger wollen beim Weltcup-Finale der Eisschnellläuferinnen in Heerenveen Einzelsiege.

Die deutschen Eisschnelllauf-Stars stehen heute wieder im Blickpunkt.Claudia Pechstein, Anni Friesinger und Co. sind beim Weltcup-Finale in Heerenveen dementsprechend besonders motiviert, denn im niederländischen Eisschnelllauf-Mekka wollen sie die in Turin verpassten Einzelsiege nachholen.

Vor allem Anni Friesinger ist nach einigen Tagen Erholung in Salzburg und auf dem Bauernhof ihres Freundes Ids Postma heiß auf die Weltcupsiege über 1 000 und 1500m. Dennoch wirken auch die Strapazen und die Probleme mit der Lunge, wegen der sie ihren 5000m-Start in Turin abgesagt hatte, noch immer nach.

Angeschlagene Friesinger verzichtet auf 3000m

"Ich fühle mich noch nicht fit und bin nur bei 75 oder 80 Prozent. Trotzdem werde ich alles geben. Mal sehen, was dabei herumkommt", meinte Friesinger. Die 29-Jährige verzichtet in der Thialf-Halle deshalb auf das 3000m-Rennen und konzentriert sich voll auf die 1000m und 1500m. Die Wertung im langen Sprint führt sie mit 500 Punkten vor der Italienerin Chiara Simionato (471) an.

Und über die 1500m muss Friesinger (380) ihren Vorsprung vor ihrer kanadischen Erzrivalin Cindy Klassen (320) verteidigen. In Turin hatte die Deutsche auf ihrer Paradestrecke gegen Olympiasiegerin Klassen ein deftige Niederlage hinnehmen müssen und war am Ende nur Vierte geworden.

Pechstein und Wolf mit Chancen

Pechstein will derweil nach ihrer Silbermedaille im olympischen 5000m-Rennen nun über 3000m ihren ersten Einzelsieg seit einem Jahr einfahren und nochmal in den Kampf um den Langstrecken-Weltcup eingreifen. Die Berlinerin, die im Vorjahr beim Weltcup-Finale an gleicher Stätte durch zwei Siege noch ihren dritten Gesamtsieg in Folge holte, liegt mit 265 Punkten auf Platz drei hinter der fünffachen Medaillengewinnerin von Turin, Cindy Klassen (350), und 5000m-Olympiasiegerin Clara Hughes (266/beide Kanada).

Zumindest gesundheitlich steht einer erfolgreichen Aufholjagd nichts im Weg. "Die Luft ist hier nicht so trocken wie in Turin. Ich fühle mich gut, auch wenn ich nach zwei so harten Wochen erstmal wieder meine Kräfte ordnen muss", meinte Pechstein. Bei den Winterspielen hatte sie ebenso wie Friesinger mit einer allergischen Reaktion der oberen Luftwege und mit hartnäckigem Husten zu kämpfen.

Die besten Aussichten von den Läuferinnen der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) im Kampf um die 14 000 Dollar Preisgeld für einen Gesamtweltcup-Sieg hat Jenny Wolf. Die Berlinerin führt vor den letzten beiden Rennen das 500m-Klassement mit komfortablen 242 Punkten Vorsprung vor der Chinesin Wang Manli an. Wolf, die auch in der Gesamtwertung des nicht olympischen 100m-Wettbewerbs vorne liegt, hatte sich in Turin beim Tanzen in einer Disco am Knöchel verletzt, geht in Heerenveen aber auf jeden Fall an den Start.

Das Weltcup-Finale ist das vorletzte Eisschnelllauf-Highlight in dieser Saison. Zum Abschluss steht am 18./19. März noch die Mehrkampf-WM in Calgary auf dem Programm.

© SID

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