Eisschnelllauf Weltcup
Pechstein verliert Weltrekord an Klassen

Beim ersten Eisschnelllauf-Weltcup in Calgary hat die Kanadierin Cindy Klassen in 3:55,75 Minuten einen neuen Weltrekord über die 3 000-Meter-Distanz aufgestellt und die alte Bestmarke von Claudia Pechstein verbessert.

Claudia Pechstein hat ihren Weltrekord über 3 000 Meter beim ersten Weltcup der Eisschnellläuferinnen der Saison in Calgary verloren. Die Kanadierin Cindy Klassen verbesserte in 3:55,75 Minuten die alte Bestmarke der viermaligen Olympiasiegerin (3:57,70) um fast zwei Sekunden. Pechstein kam im direkten Vergleich mit Klassen auf 3:57,99 Minuten, lief mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere auf Rang zwei und entschied damit zumindest das Duell gegen Anni Friesinger für sich.

Friesinger läuft persönliche Bestzeit

Die Olympiasiegerin aus Inzell, die Klassen in der vergangenen Woche den Weltrekord über 1500m abgenommen hatte, lief in 3:58,52 Minuten persönliche Bestzeit und wurde Dritte. Fünfte wurde Daniela Anschütz (Erfurt), die ihre persönliche Bestmarke gleich um über fünf Sekunden auf 4:02,01 Minuten verbesserte. Die Berlinerin Lucille Opitz lief in neuer persönlicher Bestzeit von 4:07,48 Minuten auf Platz 13. Außerdem stellte die Tschechin Martina Sablikova in 4:03,35 Minuten einen Junioren-Weltrekord auf.

Klassen demonstrierte damit sechs Tage nach Friesingers Fabelzeit über 1500m ihre Klasse und untermauerte ihre Favoritenstellung für die Olympischen Spiele in Turin (10. bis 26. Februar 2006). Friesinger ging unterdessen in ihrem Lauf mit der Niederländerin Moniek Kleinsman schnell an und lag bei den ersten Zwischenzeiten mit Pechstein gleichauf. Am Ende verlor sie jedoch etwas an Zeit.

Davis landet ersten Saisonsieg

Bei den Herren feierte unterdessen Mehrkampf-Weltmeister Shani Davis über 1500m den ersten Saisonsieg, seine eigene Weltrekordzeit verpasste er allerdings knapp. Der erste farbige Weltmeister der Eisschnelllauf-Geschichte verwies auf der Olympiabahn von 1988 in 1:43,52 Minuten seinen Landsmann Chad Hedrick (1:44,24) und den Russen Aleksandr Kibalko (1:45,26) deutlich auf die Plätze zwei und drei. Den Weltrekord (1:43,33) hatte der 23-Jährige Davis im Januar 2005 in Salt Lake City aufgestellt.

Bester deutscher Teilnehmer war Christian Breuer auf Platz zwölf. Der Grefrather verfehlte in 1:46,62 Minuten seine persönliche Bestleistung nur um knapp drei Zehntelsekunden. Jan Friesinger aus Inzell (1:48,32) belegte Rang 17.

© SID

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