Eisschnelllauf Weltcup: Wolf feiert 39. Weltcup-Sieg ihrer Karriere

Eisschnelllauf Weltcup
Wolf feiert 39. Weltcup-Sieg ihrer Karriere

Jenny Wolf hat in Erfurt über 500m den 39. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Daniela Anschütz-Thoms lief über 3000m auf Rang zwei, Claudia Pechstein wurde sechste.

Jenny Wolf riss an ihrem 30. Geburtstag jubelnd die Arme in die Höhe, Daniela Anschütz-Thoms strahlte zufrieden übers ganze Gesicht: Die deutschen Top-Athletinnen sorgten auch am zweiten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in Erfurt für Furore. Wolf feierte über 500m den 39. Weltcup-Sieg ihrer Karriere, Anschütz-Thoms landete über 3000m auf dem zweiten Platz. Pechstein wurde über 3000m Sechste.

"Ich bin glücklich, auch wenn ich nicht so schnell war wie am Freitag", sagte Wolf. Die Berlinerin siegte in 37,85 Sekunden. Am Vortag hatte sie in 37,58 Sekunden den Bahnrekord verbessert. "In der zweiten Kurve habe ich den Rhythmus verloren und wurde aus der Bahn getragen", sagte Wolf, die die Chinesin Yu Jing (38,00) und die Niederländerin Annette Gerritsen (Niederlande/38,28) auf die Plätze zwei und drei verwies.

Viele Gratulanten zum runden Geburtstag

Eine besondere Nervosität am Geburtstag verspürte die Weltmeisterin nicht. "Ich habe bloß meine Planung etwas umgestellt, weil mir so viele Leute gratulieren wollten", sagte Wolf. Noch am Nachmittag ging es mit Freund und Familie ins Restaurant zum Essen, am Abend gratulieren die Team-Kollegen mit einer Torte. "Es ist ja schließlich ein runder Geburtstag", sagte Bundestrainer Markus Eicher.

Daniela Anschütz-Thoms konnte bei ihrem "Heimspiel" nicht wie erhofft auftrumpfen und muss weiter auf den ersten Weltcup-Einzelerfolg der Karriere warten. Einen Tag nach dem zweiten Platz hinter Anni Friesinger über 1500m musste sich die Erfurterin auch über 3000m in 4:05,14 Minuten mit Platz zwei begnügen. Es siegte die Tschechin Martina Sablikova in 4:03,65 Minuten mit Bahnrekord.

Pechstein nach Grippe auf Rang sechs

Claudia Pechstein waren die Folgen einer fiebrigen Grippe anzumerken. Die 36-Jährige konnte in der vergangenen Woche nicht trainieren und lief in 4:07,49 Minuten auf Rang sechs. Im Januar hatte die fünfmalige Olympiasiegerin überraschend Gold bei der Mehrkampf-EM in Heerenveen gewonnen, beim Weltcup in Moskau stand sie zweimal ganz oben auf dem Treppchen.

"Sablikova hat verdient gewonnen. Ihr Vorsprung war recht groß. Doch ich freue mich über Platz zwei", sagte Anschütz-Thoms. Pechstein war nicht sonderlich enttäuscht: "Mir war klar, dass ich hier nicht vorne lande." Im Gesamtweltcup führt Sablikova (360 Punkte) bei noch zwei Rennen vor Pechstein und Anschütz-Thoms (beide 255 Punkte). Stephanie Beckert verbesserte sich im Gesamt-Ranking nach Rang neun in persönlicher Bestzeit (4:07,79) auf Rang sechs (170).

Um sich für die Mehrkampf-WM am kommenden Wochenende im norwegischen Hamar zu schonen, hatten Anschütz-Thoms und Pechstein ihre Teilnahme am Teamlauf für Sonntag abgesagt.

Wolf hingegen ließ mit dem zehnten Saisonsieg im zwölften Weltcup-Rennen des Winters keinen Zweifel an ihrer Dominanz über 500m aufkommen. Den vierten Weltcup-Gesamtsieg in Folge hatte die Berlinerin schon vor dem ersten Lauf in Erfurt sicher. Die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa, die sie als einzige Konkurrentin noch hätte abfangen können, hatte auf einen Start in der thüringischen Landeshauptstadt verzichtet.

Fredricks und Morrison siegen bei den Männern

Bei den Männern gewann der US-Amerikaner Tucker Fredricks über 500m in 34,91 Sekunden mit Bahnrekord. Zweiter wurde Yu Fengtong (35,00). Der Chinese hatte am Freitag den ersten Lauf gewonnen und führt im Gesamtweltcup bei noch einem ausstehenden Rennen. Der Kanadier Denny Morrison siegte über 1500m mit Bahnrekord in 1:45, 32 Minuten. Als bester Deutscher belegte der Erfurter Robert Lehmann (1:47,76) den neunten Platz.

© SID

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