Eisschnelllauf Weltcup
Wolf feiert 53. Weltcup-Sieg in Berlin

Sprinterin Jenny Wolf hat zum Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups in Berlin über 500m triumphiert und ihren 53. Weltcup-Sieg gefeiert. Zweite wurde Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa.

Dritter Start - dritter Sieg: Sprinterin Jenny Wolf sorgt im Eisschnelllauf-Weltcup weiter für Furore. Die Weltmeisterin gewann zum Auftakt des Weltcups in Berlin das Rennen über 500m und feierte ihren 53. Weltcup-Sieg.

Die Lokalmatadorin verpasste in 38,08 Sekunden den Bahnrekord (37,52) zwar deutlich, lief aber trotzdem im dritten Weltcup-Rennen ungefährdet dem dritten Sieg entgegen. Zweite wurde Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (Südkorea/38,24) vor Margot Boer (Niederlande/38,66). Die Erfurterin Judith Hesse erzielte als Sechste in 38,82 ihr bestes Weltcup-Ergebnis über 500m.

"Hier in Berlin zu gewinnen, ist immer ein tolles Gefühl. Meine Familie ist da und hat mich angefeuert", sagte Wolf nach dem Triumph auf ihrer Heimbahn. "Nun will ich am Samstag auch im zweiten Rennen über 500m gewinnen. Das ist mir in den letzten beiden Jahren hier nicht gelungen", meinte Wolf, die noch Verbesserungspotenzial in der zweiten Kurve sah.



Wolf nimmt Friesinger-Postma ins Visier

In der "ewigen" Weltcup-Bestenliste nimmt Wolf nun immer mehr die viertplatzierte Anni Friesinger-Postma (59 Siege), die im Sommer zurückgetreten ist, ins Visier. Vor dem Duo rangieren nur noch Gunda Niemann-Stirnemann (Erfurt/98 Siege), die US-Sprinterin Bonnie Blair (USA/69) und der Kanadier Jeremy Wotherspoon (67).

"Sie ist zurzeit in bestechender Form und nicht zu besiegen", sagte der deutsche Teamchef Helge Jasch über Wolf, die bereits die ersten beiden Weltcup-Rennen über 500m am vergangenen Wochenende in Heerenveen in 38,17 und 38,02 für sich entschieden hatte. Wolf baute ihre Führung im Gesamtklassement mit nunmehr 300 Punkten aus.

Äußerst zufrieden war auch Hesse: "Ich kann mich nicht erinnern, irgendwann mal so gut gewesen zu sein. Es hat alles gestimmt", sagte die Erfurterin, deren bester Rang über 500m bislang ein neunter Platz gewesen war. "Sie ist endlich mal Schlittschuh gefahren und hat lange Schritte gemacht", sagte Jasch.

Ihle muss sich mit Rang sieben begnügen

Nicht ganz so euphorisch, aber zufrieden war Nico Ihle nach seinem Rennen über 500 m. Der Chemnitzer musste sich in 35,28 Sekunden mit Rang sieben begnügen, nachdem er vor einer Woche in Heerenveen noch Fünfter geworden war. Es siegte der Japaner Joji Kato in 35,03 Sekunden. "Zeit und Platzierung waren gut. Dreimal in Folge in den Top-Ten ist ein gutes Ergebnis", sagte Ihle, der sich durch einen Fehlstart zunächst selbst unter Druck gesetzt hatte: "Dafür ist es ganz gut gelaufen."

1 000-m-Olympiasiegerin Christine Nesbitt sicherte sich den Sieg über 1 500 m. Die Kanadierin siegte in 1:57,03 Minuten und baute ihre Führung im Gesamtklassement nach dem zweiten Triumph im zweiten Lauf auf 200 Punkte aus. Isabell Ost aus Berlin musste sich als einzige deutsche Läuferin in der stärkeren A-Gruppe in 2:02,17 Minuten mit Rang 19 begnügen.

Über 5 000 m sicherte sich der Olympia-Zweite Lee Seung-Hoon aus Südkorea in 6:18,40 Minuten den Sieg. Die Gesamtwertung führt weiter der Niederländer Bob de Jong (160 Punkte) an, der in 6:21,01 auf Platz vier kam. Patrick Beckert (Erfurt) belegte als einziger deutscher Läufer der A-Gruppe in 6:32,19 Minuten den 14. Platz.

© SID

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