Eisschnelllauf Weltcup
Wolf gewinnt Olympiarevanche in Heerenveen

Jenny Wolf ist mit einem Sieg beim Weltcup in Heerenveen in die Saison gestartet. Die 500-m-Weltmeisterin siegte vor Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa. Grandios startete auch Nico Ihle.

Jenny Wolf hat zum Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups im niederländischen Heerenveen die Olympiarevanche gewonnen. Die Berliner 500-m-Weltmeisterin feierte in der Thialf-Halle in 38,02 Sekunden ihren 51. Weltcupsieg im Duell mit Lee Sang-Hwa (Südkorea), die ihr im Februar bei den Winterspielen in Vancouver das Olympia-Gold auf dieser Distanz entrissen hatte. Jenny Wolf verfehlte dabei nur knapp ihre bei 37,94 stehende Jahres-Weltbestzeit, die sie acht Tage zuvor in Erfurt erzielt hatte.

"Das war ein super Auftakt für mich, auch wenn ich sehr schwer reingekommen bin in dieses erste internationale Saisonrennen", meinte die Weltmeisterin und gab zu: "Ich habe schon ein bisschen mit dem Gedanken gespielt, wieder unter 38 laufen zu können. Aber der Druck war hier doch größer. Am Samstag kann es im zweiten Rennen deutlich besser werden." Zum Abstand gegenüber der Konkurrenz sagte sie: "Das wird in den nächsten Rennen sicher noch spannender."

Bundestrainer Markus Eicher meinte erfreut: "Noch wertvoller als ihre Zeit ist der deutliche Abstand, mit dem sie ihre Rivalinnen schlug. Lee Sang-Hwa lag in 38,30 klar zurück, die Niederländerin Margot Boer in 38,40 noch deutlicher. Eicher meinte mit Blick auf das zweite 500-m-Rennen am Samstag: "Ich hoffe auf eine ähnlich gute Zeit und einen erneut deutlichen Vorsprung."

Glänzender Start für Ihle, Angermüller nur auf Rang 13

Glänzend startete auch Nico Ihle über 500 m. In 35,14 Sekunden verfehlte der Chemnitzer Olympiateilnehmer als Fünfter des Rennens und zweitbester Europäer seinen deutschen Rekord vom März 2009 nur um eine Zehntelsekunde und erzielte sein bisher bestes Weltcup-Resultat. Sieger wurde der Japaner Joji Kato in 34,85. Zwei Stunden später gewann Ihle in 1:10,38 Minuten das B-Rennen über 1 000 m und schaffte den Aufstieg in die A-Gruppe. Dort wurde der Berliner Samuel Schwarz in 1:09,56 Achter beim Erfolg von Olympiasieger und Weltrekordler Shani Davis (USA), der in 1:08,40 seinen Bahnrekord um nur eine Hundertstelsekunde verpasste.

"So gut hatte ich unsere Jungs noch nicht erwartet. Das gibt Selbstvertrauen", meinte Eicher, der sich nur über die 1 000-m-Resultate der Frauen nicht freuen konnte. Monique Angermüller (Berlin) landete in schwachen 1:17,74 nur auf Platz 13 und verlor dabei ganz klar das direkte Duell gegen Kanadas Olympiasiegerin Christine Nesbitt, die in 1:15,84 Tagesbestzeit erzielte.

© SID

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