Eisschnelllauf Weltcup: Wolf hat Gesamtweltcup vor Augen

Eisschnelllauf Weltcup
Wolf hat Gesamtweltcup vor Augen

Eisschnellläuferin Jenny Wolf steht vor dem Gewinn ihres dritten Gesamtweltcups in Folge über 500m. Im norwegischen Hamar gewann die Berlinerin auch den zweiten Lauf.

Auf dem Weg zum dritten Gesamtweltcup-Sieg in Folge über 500m ist Jenny Wolf wohl nicht mehr einzuholen. Die Berlinerin gewann beim Eisschnelllauf-Weltcup im norwegischen Hamar in 37,52 Sekunden auch den zweiten Lauf über 500m und egalisierte damit den eigenen Bahnrekord und Flachland-Weltrekord, den sie am Vortag an gleicher Stätte aufgestellt hatte.

Zweite wurde Lee Sang-Hwa (Südkorea/38,19 Sekunden) vor Annette Gerritsen (Niederlande/38,33). In der Gesamtwertung baute Wolf ihre Führung auf nunmehr 960 Punkte aus und ist bei noch vier verbleibenden Läufen nur noch theoretisch einzuholen. Für die Literaturstudentin war es bereits der achte Weltcup-Sieg im zehnten Rennen der laufenden Saison.

"Konstanz ist schon überragend"

"Ich bin total glücklich, dass es wieder so gut lief", sagte Wolf. Trainer Thomas Schubert lobte seinen Schützling in höchsten Tönen: "Diese Konstanz ist schon überragend. Heute lief es fast noch besser als gestern." Nach dem Lauf trat Wolf direkt den Heimweg nach Deutschland an, wo sie am Abend dem Aktuellen Sportstudio des ZDF einen Besuch abstatten will.

Nach dem Sieg bei der Sprint-WM vor einer Woche und dem Doppel-Erfolg von Hamar will Wolf nun am Donnerstag (31. Januar) in ihrer Heimatstadt Berlin in Ruhe ihren 29. Geburtstag feiern und bis Mitte Februar eine Wettkampfpause einlegen. "Sie hat jetzt etwas Schonung verdient", sagte Schubert.

Zoellner bestätigt Aufwärtstrend

Eine gute Leistung zeigten wie am Vortag auch die weiteren deutschen Sprinterinnen. Pamela Zoellner (Erfurt) bestätigte ihren Aufwärtstrend und lief in 38,80 Sekunden auf den achten Rang. Heike Hartmann (Inzell) überzeugte in 38,83 Sekunden mit Platz zehn. In der B-Gruppe ließ Monique Angermüller aufhorchen. Die Berlinerin gewann in 39,11 Sekunden den Durchgang und hielt dabei auch die Niederländerin Ireen Wüst (7. Platz/39,69) auf Distanz.

Über 5000m erreichte Claudia Pechstein ihren ersten Podest-Platz der laufenden Saison. Die Berlinerin belegte in guten 6:56,57 Minuten den zweiten Platz. Siegerin wurde die Tschechin Martina Sablikova mit Bahnrekord in 6:51,83 Minuten. Auf dem dritten Rang landete Clara Hughes (Kanada/7:01,94), Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt) belegte in 7:02,94 Minuten den vierten Platz.

Bei den Männern siegte der Kanadier Jeremy Wotherspoon in 34,31 Sekunden und liegt in der Gesamtwertung hinter dem Südkoreaner Lee Kang-Seok (717 Punkte) mit 600 Zählern auf Rang zwei. Team-Olympiasiegerin Anni Friesinger greift in Hamar erst am Sonntag ins Geschehen ein, nachdem sie ihre Teilnahme für den 1 500-m-Lauf am Freitagabend abgesagt hatte. Sie fühle sich noch "müde" und "kraftlos" nach der Sprint-WM und wolle sich auf die 1000m am Sonntag konzentrieren, hatte ihr niederländischer Trainer Gianni Romme gesagt.

Kuipers gewinnt in Rekordzeit

Simon Kuipers aus den Niederlanden stellte bei seinem Triumph über 1500m in 1:44,74 Minuten einen neuen Bahnrekord auf und verwies seinen Landsmann Sven Kramer (1:44,75) sowie den Kanadier Denny Morrison (1:44,82) auf die Plätze zwei und drei. Der Berliner Samuel Schwarz (1:47,71) belegte Rang 14, der Erfurter Robert Lehmann lief in 1:48,15 Minuten auf Rang 15. Stefan Heythausen (Grefrath/1:48,58) musste sich mit Rang 17 begnügen.

Begleitet wurde die Entscheidung über 1500m wie schon zuvor bei den Damen über 5000m von großen Problemen mit der Zeitmessung. "Bei den Damen über 5000m fiel im Lauf zwischen Clara Hughes und Kristina Groves die Anzeigetafel aus. Daniela Anschütz-Thoms konnte sich als nachfolgende Starterin nicht orientieren. Das war ein Nachteil", sagte der deutsche Teamchef Helge Jasch. In der laufenden Saison gab es bereits bei den Weltcups in Calgary und Heerenveen Probleme mit der Zeitmessung.

© SID

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