Eisschnelllauf Weltcup: Wolf im Weltcup-Finale chancenlos

Eisschnelllauf Weltcup
Wolf im Weltcup-Finale chancenlos

Nach ihrem zweiten Platz im ersten Durchgang beim Weltcup-Finale in Calgary musste sich Jenny Wolf im zweiten Lauf mit dem dritten Rang begnügen. Siegerin wurde die überragende Chinesin Beixing Wang.

Eischnellläuferin Jenny Wolf (Berlin) hat einem Tag nach ihrem zweiten Platz im ersten Rennen beim Weltcup-Finale in Calgary einen enttäuschenden dritten Platz im zweiten Durchgang folgen lassen und somit erneut ihren elften Weltcup-Sieg verpasst. Dabei musste sich die 28-Jährige erneut ihrer schärfsten Konkurrentin Beixing Wang aus China geschlagen geben, die somit auch die Favoritenrolle für die am Donnerstag beginnende Eisschnelllauf-WM in Salt Lake City übernahm.

Wolf unterbot in 37,71 Sekunden ihre am Freitag aufgestellte persönliche Bestzeit zwar um eine Hundertstelsekunde, die Japanerin Sayuri Osuga (37,66) und vor allem Wang (37,32) waren aber schneller. Die Chinesin verpasste den über fünf Jahre alten Weltrekord der Kanadierin Catriona Lemay Doan (37,22) nur um eine Zehntel.

Dennoch kann Wolf auf eine erfolgreiche Weltcup-Saison zurückblicken. In zwölf Rennen erreichte sie elfmal einen Podestplatz, viermal gewann sie. Ihren zweiten Gesamtweltcup-Erfolg und den Siegerscheck in Höhe von 10 600 Euro hatte sich die Berlinerin bereits am Freitag durch ihren zweiten Platz hinter der Chinesin Wang Beixing gesichert. Sollte Wolf am Sonntag auch das 100-m-Ranking, in dem sie ebenfalls führt, für sich entscheiden, würde sie weitere 3 000 Euro einstreichen.

Hahn verpasst WM-Qualifikation

Unterdessen verpasste der deutsche Meister Anton Hahn in Calgary die Qualifikation für die am Donnerstag beginnende Einzelstrecken-WM in Salt Lake City. Beim Sieg des Japaners Yuya Oikawa (34,42) kam der 22 Jahre alte Erfurter im zweiten 500-m-Rennen nicht über einen 26. Platz hinaus, wie schon am Vortag (35,60) verpasste er in 35,62 Sekunden die WM-Normzeit (35,50). Damit findet der 500-m-Wettbewerb der Herren bei der WM ohne deutsche Beteiligung statt.

Den mit umgerechnet 10 600 Euro dotierten Gesamtweltcup sicherte sich überraschend der US-Amerikaner Tucker Fredricks, der dank der besseren Platzierung im abschließenden Rennen den punktgleichen Japaner Keiichiro Nagashima (beide 825 Zähler) auf Rang zwei verwies. Das Rennen am Sonntag gewann Oikawa vor Sprint-Weltmeister Lee Kang-Seok (Südkorea/34,43) und Fredricks (34, 48). Nagashima wurde Fünfter. Der bis zum letzten Rennen führende Finne Pekka Koskela vergab den Gesamtsieg durch einen 13. Platz.

© SID

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