Eisschnelllauf Weltcup
Wolf setzt Glanzlichter - Dämpfer für Beckert

Eisschnellläuferin Jenny Wolf gelang am zweiten Tag in Berlin der vierte Sieg im vierten Rennen. Stephanie Beckert musste dagegen über die 3000m einen Rückschlag hinnehmen.

Doppel-Triumph für Jenny Wolf, Dämpfer für Stephanie Beckert: Für die deutschen Kufen-Asse lagen am zweiten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in Berlin Freud und Leid dicht beisammen. Sprinterin Wolf lief über 500m der Konkurrenz auf und davon und feierte in 37,98 Sekunden im vierten Rennen ihren vierten Sieg. Beckert konnte über 3000m ihren Sieg aus der Vorwoche in Heerenveen nicht wiederholen und wurde Dritte.

"Ich bin zufrieden. Der Angang war dieses Mal nicht so schnell, dafür war der restliche Lauf gut", sagte Wolf, die mit 400 Punkten das Gesamtklassement im Weltcup deutlich anführt. Erstmals blieb die Berlinerin in der laufenden Saison im Weltcup unter der 38-Sekunden-Grenze. "Das war schon klasse, auch wenn die Zeit jetzt nicht so sensationell ist", sagte Wolf, die ihren Bahnrekord (37,52) wieder deutlich verfehlte.

Nach ihrem 54. Weltcup-Sieg kam Wolf in der "ewigen" Weltcup-Bestenliste der viertplatzierten Anni Friesinger-Postma (59 Siege) wieder ein Stück näher. Auf die meisten Siege bringt es nach wie vor die Gunda Niemann-Stirnemann aus Erfurt mit 98 Erfolgen.

Hesse fährt auf Platz acht

Vor 1 800 Zuschauern im Berliner Sportforum belegte Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (38,56) über 500 m den dritten Platz. Judith Hesse (Erfurt) kam in 39,06 auf den guten achten Rang. Am Freitag hatte Wolf bereits das erste Rennen über die kürzeste Olympia-Strecke in 38,08 Sekunden gewonnen.

Über 3000m verpasste die Olympia-Zweite Beckert den erhofften Sieg. Die Erfurterin kam in 4:06,12 Minuten nur auf den dritten Platz, blieb aber im Gesamtklassement mit 170 Punkten in Front. Es siegte die US-Amerikanerin Jilleanne Rookard (4:04,39). Doppel-Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien) kam nach überstandener Magenerkrankung in 4:05,83 auf den zweiten Platz. Jennifer Bay (Dresden) bestätigte ihren Aufwärtstrend und belegte in guten 4:12,28 den 13. Rang.

Beckert selbst wollte aber von einem Dämpfer nichts wissen. "Ich bin zufrieden mit Rang drei. Wieder ein Platz auf dem Podium. Das ist ein gutes Ergebnis", sagte Beckert, die auch mit ihrer Zeit zufrieden war.

Rückschlag für Ihle

Zuvor musste Sprinter Nico Ihle einen Rückschlag hinnehmen. Der Chemnitzer geriet kurz nach dem Start ins Stolpern und landete am Ende in 35,78 Sekunden nur auf dem 19. Platz. Es siegte der Finne Pekka Koskela in 34,90 vor Tucker Fredricks (USA/34,92) und Lee Kyou-Hyuk (Südkorea/35,13).

"Ich bin mit der rechten Kufe ins Eis gehakt und habe mich schon liegen sehen. Aber so ist der Sprint. Auf der Gegengeraden habe ich mich wieder nach vorne gekämpft", sagte Ihle, der sich nach seiner Enttäuschung schnell wieder gefangen hatte: "Es kommen noch neue Chancen."

Olympia-Teilnehmer Ihle hatte am Freitag im ersten Lauf über 500m in 35,28 Sekunden den siebten Platz belegt und damit zum dritten Mal in Folge im Weltcup eine Top-Ten-Platzierung erreicht.

Der Norweger Havard Bokko entschied das Rennen über 1500m für sich. Der Olympia-Dritte siegte in 1:45,27 Minuten. Zweiter wurde Trevor Marsicano (USA) in 1:46,15 vor Stefan Groothuis (Niederlande) in 1:46,31. Von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) hatte kein Athlet den A-Lauf erreicht.

© SID

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