Eisschnelllauf Weltcup
Wolf siegt in Changchun in Bahnrekordzeit

Jenny Wolf ist in diesem Winter scheinbar nicht aufzuhalten. Die Berlinerin feierte am Sonntag in Changchun ihren 31. Weltcup-Erfolg. Wenig später siegte Wolf auch über 100m.

Super-Sprinterin Jenny Wolf gehen im Eisschnelllauf-Weltcup nach einem weiteren Traum-Wochenende allmählich die Konkurrentinnen aus. Erst stürmte die Berlinerin im chinesischen Changchun über 500m wie selbstverständlich zum Doppelsieg. Dann verpasste die Weltmeisterin über die selten gelaufenen 100m bei nicht optimalem Eis ihren eigenen Weltrekord nur um eine Hundertstelsekunde (10,23) und feierte souverän ihren 32. Weltcup-Sieg.

"Das war ein fast perfektes Wochenende, besser kann es kaum laufen", meinte Wolf, die nach dem Startverzicht der Chinesin Wang Beixing der Konkurrenz haushoch überlegen war. "Ich habe alle meine Ziele erreicht. Trotzdem ist es schade, dass Wang nicht dabei war", meinte die Berlinerin, und ihr Trainer Thomas Schubert fügte hinzu: "Der Sprint lebt auch ein bisschen von diesem Duell. Es ist nicht gut für den Eisschnelllauf, wenn Jenny jedes Rennen mit riesigem Vorsprung gewinnt."

Sieg in Bahnrekordzeit

Im ersten 500-m-Lauf distanzierte Wolf in 38,09 Sekunden die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa um die Sprint-Ewigkeit von 62 Hundertstel, im zweiten Rennen in Bahnrekordzeit von 37,98 Sekunden die Niederländerin Annette Gerritsen um 54 Hundertstel. Damit sorgte sie mit ihrem fünften Sieg im sechsten Saisonrennen auch für eine Vorentscheidung im Gesamtweltcup.

Die 29-Jährige, die Wangs Bahnrekord um vier Hundertstel unterbot, hat bei noch sieben ausstehenden Rennen mit 580 Zählern 150 Punkte Vorsprung vor Lee (430). Wang fiel mit 340 Zählern hinter Gerritsen (370) auf Rang vier zurück. "Da sollte eigentlich nichts mehr passieren", meinte Schubert.

Die Chinesin Wang, die Wolf die bislang einzige Niederlage der Saison zugefügt hat, bereitet sich angeblich auf die nationalen Meisterschaften im Januar vor und sagte deshalb ihre Starts in Changchun und auch in Nagano am kommenden Wochenende ab. Angeblich hat der chinesische Verband die in Calgary trainierende Ausnahmesprinterin allerdings absichtlich nicht nominiert, um Wang zu einer Rückkehr nach China zu zwingen. Voraussichtlich wird es erst bei der Sprint-WM in Moskau (17./18. Januar) zum nächsten Aufeinandertreffen von Wolf und Wang kommen.

Wolf freut sich auf Nagano

So weit wollte Wolf aber noch gar nicht denken. "Ich freue mich jetzt erst mal auf den Weltcup in Nagano, an die Halle habe ich beste Erinnerungen", sagte sie mit Blick auf ihren Titel bei der Einzelstrecken-WM im vergangenen März.

Unterdessen verbuchte Monique Angermüller in der 1000km nordöstlich von Peking gelegenen Stadt ihr bestes Weltcup-Ergebnis seit drei Jahren. Die Berlinerin belegte im 1 000-m-Rennen in 1:19, 23 Minuten den vierten Rang, verfehlte das Podest beim Sieg der Niederländerin Laurine van Riessen (1:17,25) allerdings um knapp eine Sekunde. "Natürlich bin ich superglücklich über Platz vier, aber bis zu Rang drei war noch viel Platz. Aber ich werde weiter hart arbeiten, dann klappt es vielleicht irgendwann", meinte Angermüller.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%