Eisschnelllauf Weltcup
Wolf siegt über 100-m-Distanz in Weltrekordzeit

Zum Abschluss des Weltcup-Finales der Eisschnellläufer in Calgary hat Jenny Wolf das Rennen über 100 Meter in Weltrekordzeit gewonnen. Gleichzeitig sicherte sich die 28-Jährige den Sieg im 100-m-Gesamtweltcup.

Eissprinterin Jenny Wolf (Berlin) hat beim Weltcup-Finale in Calgary einen 100-m-Weltrekord aufgestellt und damit ihren zweiten Gesamtsieg geholt. Die 28-Jährige unterbot die alte Bestzeit von 500-m-Olympiasiegerin Swetlana Schurowa um drei Hundertstel auf 10,28 Sekunden und sicherte sich drei Tage nach dem 500-m-Weltcup auch den über den nicht olympischen Sprint. Da der Weltverband ISU noch keine 100-m-Bestenliste führt, ist der Rekord allerdings inoffiziell. Unter anderem deshalb war der Gesamtweltcup-Sieg auch nicht wie bei den 500m 10 600 Euro, sondern nur 3 000 Euro wert.

"Das ging locker-fluffig, das hat richtig Spaß gemacht", meinte die Berlinerin Wolf nach ihrem Gala-Auftritt über die nicht-olympischen 100m: "Jetzt fahre ich mit einem sehr guten Gefühl weiter nach Utah." Dort will die Germanistik-Studentin endlich ihre erste WM-Medaille holen. Die Vorarbeit in Calgary war glänzend.

Team-Olympiasiegerin Anschütz-Thoms blieb über 3000m erstmals unter der Vier-Minuten-Schallmauer (3:58,59) und gab sich nur Gesamt-Siegerin Martina Sablikova aus Tschechien geschlagen. Die 35 Jahre alte Pechstein, die erneut das direkte Duell mit Sablikova verlor, belegte in dem hochklassigen Rennen Platz vier (3:58,76) und musste in der Langstrecken-Wertung Anschütz-Thoms noch auf Rang zwei vorbeiziehen lassen.

Bundestrainer lobt Anschütz-Thoms

"Schützi ist einfach super gelaufen, das lässt für die WM hoffen", meinte Damen-Bundestrainer Markus Eicher nach dem Klasselauf der Thüringerin. Weiter große Sorgen bereitet dem Inzeller allerdings sein ehemaliger Schützling Anni Friesinger. Die Sprint-Weltmeisterin hatte das Wochenende in Calgary wegen einer schweren Erkältung auf dem Hotelzimmer verbringen müssen.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber ich bin sehr skeptisch, dass sie am Donnerstag in Salt Lake City über die 1 000 Meter starten kann. Sie sah schon sehr mitgenommen aus", meinte Eicher. Friesinger war am Sonntag in die Olympiastadt von 2002 gereist.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%