Eisschnelllauf Weltcup
Zweiter Sieg für Friesinger in Klobenstein

Eisschnelläuferin Anni Friesinger hat auch das zweite 1 000-m-Rennen beim Weltcup in Klobenstein gewonnen. Durch den Erfolg übernahm die 29-Jährige auch die alleinige Führung in der 1 000-m-Saisonwertung.

Nach ihrem gestrigen Triumph hat Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger beim Weltcup in Klobenstein auch das zweite 1 000-m-Rennen gewonnen und damit eine gelungene Generalprobe für die Winterspiele in Turin (10. bis 26. Februar) gefeiert. Die 29-Jährige siegte erneut in inoffizieller Freiluft-Weltrekordzeit von 1:15,47 Minuten vor Chiara Simionato (1:15,65) und Aki Tonoike aus Japan (1:17,37).

"In meinem ersten echten Wettkampf nach meiner Verletzung gleich solche Bombenzeiten, das ist Gold wert fürs Selbstvertrauen", meinte Friesinger

Friesinger übernahm mit ihrem 36. Weltcupsieg auch die alleinige Führung in der 1 000-m-Saisonwertung. Bereits bei ihrem Sieg am Samstag hatte die Wahl-Salzburgerin in 1:16,36 Minuten einen inoffiziellen Freiluft-Weltrekord aufgestellt.

Traumbilanz für Friesinger über 1000m

Friesinger kommt in dieser Saison auf fünf 1 000-m-Siege bei fünf Starts. Damit gehört die Wahl-Salzburgerin auch auf der von ihr relativ selten gelaufenen Distanz genau wie in den Rennen über 1500m, 3000m, 5000m sowie in der Teamverfolgung zu den Gold-Anwärterinnen in Turin - sollte sie ihr Startrecht in allen fünf Disziplinen wahrnehmen.

Doch die 29-Jährige kann ihre Anfang des Jahres im Training erlittene Fleischwunde, die sie sich mit der messerscharfen Kufe selbst zugefügt hatte, noch nicht ganz aus dem Kopf verdrängen. "Ich habe jetzt viel Energie, alles läuft super. Aber ich hatte auch viel Glück, dass es keine Sehne erwischt hat. Ich creme die Narbe vor jedem Start dick ein, dann gehts", meinte Friesinger, die sich mit Prognosen vor dem ersten Start in Turin am 12. Februar über 3000m zurückhält: "Olympia ist schon das Größte, aber du kannst nichts planen, weil du eine neue Verletzung oder Erkrankung nicht ausschließen kannst." Bis zur Anreise nach Turin am kommenden Samstag will sie vor allem Kräfte sammeln.

Zwei Siege für Davis und Cheek

Das männliche Gegenstück zu Friesinger in Klobenstein war der Amerikaner Shani Davis. Der Weltrekordler, der die 1 000-m-Rennen im laufenden Weltcup wie Friesinger fast nach Belieben beherrschte, stellte bei seinen beiden Siegen auch eine Freiluft-Bestmarke auf. Er lief in beiden Rennen exakt die selbe Zeit (1:09,26). Davis´ Landsmann und Sprint-Weltmeister Joey Cheek gewann zudem beide 500-m-Rennen.

© SID

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