Eisschnelllauf WM: Friesinger mit Traumstart bei der Mehrkampf-WM

Eisschnelllauf WM
Friesinger mit Traumstart bei der Mehrkampf-WM

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger gewann bei der Mehrkampf-WM in Heerenveen das 500m-Rennen mit persönlicher Saison-Bestzeit. Hoffnungsträger Tobias Schneider ist dagegen beim 500m-Rennen gestürzt.

Start nach Maß für Anni Friesinger: Die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin hat bei der Mehrkampf-WM in Heerenveen mit einer eindrucksvollen Demonstration der Stärke die Konkurrenz beeindruckt. Die 30-Jährige gewann zum Auftakt am Freitag das 500m-Rennen in persönlicher Saison-Bestzeit von 38,38 Sekunden vor ihren großen Titel-Rivalinnen Ireen Wüst (Niederlande/38,44) und Cindy Klassen (Kanada/38,68). Damit machte Friesinger den ersten Schritt auf dem Weg zu ihrem vierten Allround-Titel und zu einem Double der besonderen Art. In einer Saison nach der Sprint- auch die Mehrkampf-WM zu gewinnen, schaffte zuletzt die Dresdnerin Karin Enke vor 20 Jahren.

"Ich bin happy. Das war ein blitzsauberer Lauf. Aber oben ist alles unglaublich eng. Spannender kann es kaum sein", meinte Friesinger nach ihrem Blitzstart: "Es wird darauf ankommen, wer den harten Samstag am besten verdaut."

Auch Claudia Pechstein mit ordentlicher Leistung

Vor 13 000 Zuschauern in der ausverkauften Thialf-Halle lief Claudia Pechstein in ordentlichen 39,82 Sekunden auf Rang zehn und zeigte nach zuletzt schwachen Leistungen leicht ansteigende Form. "Ich bin schon happy, dass ich mal wieder unter 40 Sekunden gelaufen bin", sagte die deutsche Rekord-Winter-Olympionikin. Die Erfurterin Daniela Anschütz-Thoms stellte in 39,70 Sekunden ihre persönliche Bestleistung ein und wurde Achte. Europameisterin Martina Sablikova aus Tschechien, die ihre große Stärke auf den Langstrecken hat, erreichte in 40,96 Sekunden nur Platz 18.

Am Samstag stehen bei den Damen die 1500m und die 3000m auf dem Programm. Die Entscheidung fällt am Sonntag im abschließenden 5 000-m-Rennen.

Schneider nach Sturz aus dem Rennen

Derweil erlebte der große deutsche Hoffnungsträger Tobias Schneider schon im Auftaktrennen sein Debakel. Der Berliner stürzte über 500m in der letzten Kurve und musste damit alle Hoffnungen auf den angestrebten Platz unter den besten Acht begraben.

"Ich war so schnell wie nie unterwegs und wollte in der letzten Kurve nochmal voll attackieren. Da habe ich falsch aufgesetzt und bin in die Bande geknallt. Natürlich ist die Enttäuschung riesengroß", meinte der 25-Jährige. "Ich war von der Rolle. Keine Ahnung, was ich nach dem Sturz gemacht habe. Ich habe alles riskiert und alles verloren", sagte Schneider.

Danach lief er über 5000m sichtlich angeschlagen mit Nackenschmerzen mäßige 6:33,93 Minuten und wurde von seinem Trainer Bart Schouten aus dem Wettkampf genommen. "Er hat zu große Schmerzen. Es ist sinnlos, dass er am Samstag startet. Er soll sich erst mal auskurieren", meinte Schouten.

Der Grefrather Stefan Heythausen erreichte zwar zunächst über die 500m in persönlicher Bestzeit von 36,44 Sekunden den siebten Platz, fiel aber nach einem schwachen 5 000-m-Rennen (6:42,60) fiel aber nach einem schwachen 5 000-m-Rennen (6:42,60) in der Gesamtwertung auf Platz 17 zurück. Nach zwei von vier Rennen führt Lokalmatador Sven Kramer vor dem italienischen Doppel-Olymiasieger Enrico Fabris und Titelverteidiger Shani Davis (USA). Der erst 20 Jahre alte Europameister Kramer gewann vor den begeisterten Oranje-Fans die 5000m in neuer Bahnrekordzeit von 6:12,97 Minuten. Das 500-m-Rennen hatte Kramers Landsmann Erben Wennemars (35,79) für sich entschieden.

© SID

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