Eisschnelllauf WM
Klassen macht Sieg perfekt, Pechstein wird Zweite

Cindy Klassen hat nach Siegen auf allen vier Strecken die Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Calgary gewonnen. Die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin verwies Claudia Pechstein und Kristina Groves auf die Plätze zwei und drei.

Zum zweiten Mal nach 2003 hat Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Cindy Klassen die Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Calgary gewonnen. Auf ihrer Hausbahn in Calgary lief die 26-jährige Kanadierin zu Siegen auf allen vier Strecken und setzte sich mit dem Weltrekord von 154,580 Punkten und dem größten Vorsprung der WM-Geschichte vor der Berlinerin Claudia Pechstein (158,265) und ihrer Teamkollegin Kristina Groves (158,295) durch.

Pechstein stand damit zum elften Mal in Folge bei einer Mehrkampf-WM auf dem Siegerpodest. Dabei unterbot sie den sieben Jahre alten deutschen Punkterekord der Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann. Titelverteidigerin Anni Friesinger aus Inzell hatte wegen mangelnder Fitness auf einen Start in Calgary verzichtet.

Davis verteidigt Titel erfolgreich

Bei den Herren verteidigte der US-Amerikaner Shani Davis seinen Titel erfolgreich. Der 1 000-m-Olympiasieger setzte sich ebenfalls mit Weltrekord-Punktzahl (145,742) vor dem Italiener Enrico Fabris (147,216) und Sven Kramer aus den Niederlanden (148, 107) durch.

Kramer lief im abschließenden 10 000-m-Rennen Weltrekord. Der 19-Jährige aus Heerenveen, der auch die Weltbestzeit über 5000m hält, blieb in 12:51,60 Minuten über drei Sekunden unter dem alten Weltrekord von Chad Hedrick vom November 2005 (12:55,11). Der US-Amerikaner wurde im 10 000-m-Rennen als Zweitplatzierter der Gesamtwertung disqualifiziert.

Fünf Weltrekorde bei WM

Zuvor hatte Hedrick auch seinen 1 500-m-Weltrekord verloren. Davis war in 1:42,68 Minuten eine Zehntelsekunde unter der vier Monate alten Bestzeit seines Erzrivalen geblieben. Für den ersten von insgesamt fünf Weltrekorden bei der WM hatte Klassen am Samstag im 3 000-m-Rennen gesorgt. In 3:53,34 Minuten unterbot sie ihre eigene Bestzeit um mehr als zwei Sekunden.

Im abschließenden 5 000-m-Rennen setzte sich die ehemalige Eishockey-Spielerin Klassen in Bahnrekordzeit von 6:48,97 Minuten vor der Tschechin Martina Sablikova (6:50,45) und Pechstein (6:51, 11) durch. Den Weltrekord der Berlinerin (6:46,91) verpasste Klassen aber deutlich.

Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt) lief in 6:56,15 Minuten persönliche Bestzeit und belegte im Endklassement den sechsten Platz. Lucille Opitz und Tobias Schneider (beide Berlin) hatten die Startberechtigung für das letzte Rennen verpasst, an dem nur die besten Zwölf teilnehmen dürfen.

© SID

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