Eisschnelllauf WM
Pechsteins Ex-Trainer Franke kehrt zurück

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wird am Wochenende in Berlin von ihrem ehemaligen Coach Joachim Franke betreut. Franke kehrt auf Wunsch Pechsteins für die Mehrkampf-WM zurück.

Joachim Franke wird Claudia Pechstein bei der Mehrkampf-WM am Wochenende in Berlin betreuen. Acht Monate nach seinem Abschied als Eisschnelllauf-Trainer gibt Pechsteins Ex-Coach sein Comeback. Franke kommt damit der Bitte Pechsteins nach, die auf eine Rückkehr gehofft hatte. "Ich weiß, dass Claudia diesen Wunsch hat. Wenn sie das möchte und ein besseres Gefühl dabei hat, dann werde ich es machen", sagte Franke am Dienstag dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Zuvor hatte Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin gesagt, dass sie sich die Rückkehr ihres Heimtrainers für die Zeit der WM in Berlin wünsche: "Wenn er mich betreut, bin ich besonders motiviert." Franke betonte, dass er zunächst mit der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) über den Fall sprechen werde. "Ich will mich nicht in den Vordergrund drängen."

Bundestrainer Eicher entgegenkommend

Da nur zwei Trainer pro Läuferin aufs Eis dürfen und Pechstein einen Platz bereits an Teamchef Helge Jasch vergeben hat, wird damit wohl Frauen-Bundestrainer Markus Eicher vom Eis müssen. "Mit mir hat darüber noch keiner gesprochen", sagte Eicher am Dienstag auf Anfrage, zeigte sich aber gleichzeitig entgegenkommend: "Ich hätte keine Probleme damit, Joachim Franke den Vortritt zu lassen."

Franke hatte Pechstein in der 16-jährigen Zusammenarbeit zu fünf olympischen Goldmedaillen geführt. Zuvor hatte er schon Uwe-Jens Mey (1988 und 1992), Andre Hoffmann (1988) und Olaf Zinke (1992) zu Olympiagold verholfen. Im vergangenen Mai hatte der Trainer-Fuchs im Alter von 67 Jahren seinen Rücktritt erklärt. Pechstein hatte sich daraufhin der norwegischen Trainingsgruppe um den früheren Weltklasse-Läufer Peter Müller angeschlossen.

Franke erhält Ehrung von der ISU

Franke wird am Sonntag im Rahmen der WM "Golden Award of Merit" des internationallen Verbandes ISU ausgezeichnet. "Diese Auszeichnung erhalten nur besondere Persönlichkeiten im Eisschnelllauf. Zum ersten Mal geht der Preis an einen Trainer", sagte eine Sprecherin der ISU in Lausanne.

© SID

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