Eisschnelllauf WM: Wolf bei Sprint-WM vorne, Friesinger auf Kurs

Eisschnelllauf WM
Wolf bei Sprint-WM vorne, Friesinger auf Kurs

Mit einem Sieg auf ihrer Paradestrecke über 500 Meter hat Jenny Wolf bei der Sprint-WM in Heerenveen die Führung übernommen. Die Eisschnelllauf-Weltrekordlerin liegt überraschend vor Anni Friesinger.

Deutschlands Eisschnelllauf-Stars haben bei der Sprint-WM gleich zum Auftakt ihre Titelambitionen untermauert. 500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf und Titelverteidigerin Anni Friesinger erwischten in Heerenveen zum Auftakt des Vierkampfes einen guten Start. Die Berlinerin liegt nach zwei von vier Läufen in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg Heerenveen vor der Titelverteidigerin aus Inzell in Führung und hat damit ihren ersten großen Mehrkampf-Sieg vor Augen. Vor dem zweiten 500-m-Lauf am Sonntag hat Weltrekordlerin Wolf bereits 0,32 Sekunden Vorsprung vor Friesinger. Die Niederländerin Annette Gerritsen auf Rang drei liegt schon knapp eine Sekunde zurück.

"Spannender kann es nicht sein. Anni ist über 1000m Spitze, ich über 500m. Sie ist die Erfahrenere von uns beiden und kennt solche Situation. Ich werde alles geben, aber der Titel ist noch ganz weit weg", meinte Wolf, die die 500m in Bahnrekordzeit von 37,64 Sekunden gewonnen hatte und den Vorsprung auf dem von ihr ungeliebten langen Sprint als gute Sechste erfolgreich verteidigte.

"Jetzt wird es richtig spannend. Ich habe einen Titel zu verteidigen, dafür werde ich alles geben", meinte Friesinger. Die Team-Olympiasiegerin war nach einem "soliden" 500-m-Lauf Siebte geworden und startete mit ihrem Sieg über 1000m zur Aufholjagd. "Das Rennen hat mir gut getan, denn die 500m von Jenny waren der Wahnsinn. Am Sonntag versuche ich mich nur auf mich zu konzentrieren, sonst werde ich ganz kirre", sagte Friesinger.

Wolf nach 100 Metern gestrauchelt

Wolf hatte vor 12 000 wie gewohnt lautstarken Zuschauern in der ausverkauften Thialf-Halle einen Blitzstart hingelegt. "Das war doch fast zu erwarten. Ich musste die 500m ja gewinnen, um überhaupt im Rennen zu bleiben. Aber dass es so schnell ging, ist schon klasse", meinte die Berlinerin, die nach knapp 100 Metern bei einem Strauchler fast zu Fall gekommen wäre: "Da musste ich ganz schön rudern, um im Tritt zu bleiben. Aber ich konnte meine Geschwindigkeit mitnehmen."

In der Tat: In 10,18 Sekunden lief sie auch mit Abstand die schnellste Angangszeit und nahm Friesinger schon auf den ersten 100m über fünf Zehntel ab. Am Ende war Wolf in 37,64 Sekunden 15 Hundertstel schneller als bei ihrem eigenen Bahnrekord, den sie beim Weltcup im vergangenen Dezember aufgestellt hatte.

Wotherspoon zur Halbzeit in Führung

Bei den Männern liegt Top-Favorit Jeremy Wotherspoon nach zwei von vier Rennen in Führung. Der Weltcup-Rekordgewinner aus Kanada belegte nach seinem 500-m-Sieg über 1 000 m den dritten Platz und behauptete damit seine Gesamtführung vor dem Niederländer Jan Bos und Titelverteidiger Lee Kyou-Hyuk aus Südkorea. Wotherspoon strebt in Heerenveen seinen fünften Sprint-WM-Titel an.

Der deutsche Meister Samuel Schwarz (Berlin) belegt in der Gesamtwertung als bester Deutscher Platz 14, nachdem er über 1000m guter Achter geworden war. Der Chemnitzer Nico Ihle blieb auf dem 27. Gesamtplatz dagegen hinter den Erwartungen zurück.

© SID

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