Eisschnelllauf WM
Wolf sprintet erneut zum Weltmeister-Titel

Bei der Einzelstrecken-WM in Nagano hat Eisschnellläuferin Jenny Wolf ihren Titel über 500m erfolgreich verteidigt. Im Team-Wettbewerb gab es für die deutschen Damen Bronze.

Die Berliner Eisschnellläuferin Jenny Wolf war auch bei der Einzelstrecken-WM in Nagano nicht zu schlagen und hat ihren Titel über 500m erfolgreich verteidigt. Die 29 Jahre alte Weltrekordlerin verbesserte in beiden Läufen den Bahnrekord (37,88 und 37,74 Sekunden) und siegte souverän vor der Chinesin Wang Beixing und Annette Gerritsen aus den Niederlanden. Die Erfurterin Judith Hesse wurde Elfte, Heike Hartmann aus Inzell lief auf Platz 18.

Für Wolf war es der Abschluss einer perfekten Saison, in der sie bei der Sprint-WM in Heerenveen den Titel vor Favoritin Anni Friesinger holte und zum dritten Mal in Folge die Gesamt-Weltcups über 100 und 500m gewann.

Auch ohne Anni Friesinger hat das deutsche Frauen-Team wie im Vorjahr die Bronzemedaille gewonnen. Die Olympiasiegerinnen Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt), Claudia Pechstein und Lucille Opitz (beide Berlin) mussten sich in 3:07,35 Minuten nur den Niederlanden (3:02,18) und den entthronten Weltmeisterinnen aus Kanada (3:02,86) geschlagen geben. Für Anschütz-Thoms war es die zweite Medaille in Nagano nach Bronze über 3000m. Friesinger hatte aus Angst vor Überbelastung und mit Blick auf das 1000m-Rennen am Sonntag auf einen Start im Team verzichtet.

Bei den Männern setzte sich über 1000m Titelverteidiger Shani Davis aus den USA durch. Der Olympiasieger verwies in Bahnrekordzeit von 1:08,99 Minuten den Russen Jewgeny Lalenkow (1: 09,39) und Denny Morrison aus Kanada (1:09,43) auf die Plätze zwei und drei. Der deutsche Meister Samuel Schwarz (Berlin) kam in 1:11,32 Minuten nicht über Rang 20 hinaus.

Der Niederländer Sven Kramer hat in Nagano seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der Weltrekordler entschied das 10.000m-Rennen in Bahnrekordzeit von 12:57,71 Minuten mit großem Vorsprung für sich und verteidigte seinen Titel erfolgreich. Zweiter wurde der Italiener Enrico Fabris (13:18,81) vor Olympiasieger Bob de Jong aus den Niederlanden (13:25,01), der mit der deutschen Mannschaft in Berlin trainiert. Der Chemnitzer Marco Weber (13:32,88) überzeugte als Sechster. Kramer, der zuvor auf der Olympiabahn von 1998 bereits über 5000m gewonnen hatte, wiederholte damit seinen Doppelsieg von Salt Lake City aus dem Vorjahr.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%