Ellbogenschlag gegen Cavendish
Weltmeister Sagan von Tour ausgeschlossen

Ein Ellbogencheck, mehrere Verletzte: Rad-Star Peter Sagan hat auf der 4. Etappe der Tour de France im Zielsprint einen brutalen Crash ausgelöst. Die Quittung folgt nun: Der Weltmeister wird vom Rennen ausgeschlossen.
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VittelMark Cavendish krachte bei Tempo 60 in die Balustraden, John Degenkolb flog in hohem Bogen über den Ex-Weltmeister - und der große Buhmann war Peter Sagan. „Nur weil er das Weltmeister-Trikot anhat, kann er sich nicht alles erlauben“, schimpfte der deutsche Sprintstar André Greipel über Sagan, der durch einen kleinen Ellbogencheck gegen den Briten einen schlimmen Crash kurz vor dem Ziel der vierten Etappe der Tour de France am Dienstag in Vittel ausgelöst hatte.

Auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag war außer sich und forderte gar den Tour-Ausschluss von Sagan: „Das muss Konsequenzen haben. Er ist Weltmeister und eine Art Vorbild. Der Weltverband muss reagieren. Es ist hart einen Weltmeister zu disqualifizieren, aber das sollte gemacht werden.“ Die Jury schloss sich nun Aldags Meinung an: Doppel-Weltmeister Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks von der Tour de France ausgeschlossen wurden. Das teilte die Rennjury am Dienstag mit. Cavendish wurde unterdessen dick bandagiert ins Krankenhaus gebracht, es besteht der Verdacht auf einen Schulterbruch. Etwas glimpflicher kam Degenkolb davon, der noch Minuten später kreidebleich am Teambus stand.

„Es geht mir den Umständen entsprechend. Ich bin schlimm gestürzt. Ich habe nur noch gesehen, wie Cav am Boden lag und wollte noch drüber springen. Fast hätte es geklappt“, sagte Degenkolb, der nach der Etappe, die der Franzose Arnaud Démare gewann, sicherheitshalber zum Röntgen fuhr. Anschließend gab Degenkolb Entwarnung. „Es ist zum Glück nichts gebrochen“, sagte er der Sportschau. „Aber es werden harte Tage.“

Übeltäter Sagan hatte offenbar gleich ein schlechtes Gewissen und fuhr umgehend zum Teambus von Cavendish. „Ich wollte mich entschuldigen. Ich konnte ihm nicht mehr ausweichen“, schilderte Sagan seine Sicht der Dinge. Die Jury sah dies freilich anders. Sagan, der hinter Démare Platz zwei belegt hatte, erhielt zunächst eine 30-Sekunden-Zeitstrafe und landete damit vor seinem Ausschluss in der Tageswertung auf Platz 115.

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Deutsches Team verliert seinen Star

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